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Mit einem Weltraumlift ins All?

Lift me up, Scotty! Die ersten Tests mit dem Weltraumlift laufen bereits vielversprechend und schon bald könnte der Science-Fiction-Plan Realität werden.

Darum geht's genau

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    Die japanische Weltraumliftgesellschaft (JSEA) hat die Miniatur-Version eines Weltraum-Lifts zur ISS geschickt. Zwischen 2 kleinen Satelliten fährt nun an einem 10 Meter langen Stahlseil eine 3 x 6 Zentimeter große Gondel hin und her.

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    Dieser Versuch ist Teil eines 30-Jahres-Plans: Bis zum Jahr 2050 will das japanische Team Frachten, Astronauten und Touristen per Fahrstuhl ins All befördern. Dafür braucht es allerdings ein etwa 100.000 Kilometer langes Seil aus geeignetem Material – denn Stahl würde schon nach rund 100 Kilometern Länge reißen.

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    Hoffnung setzen Forscher in „Graphen“ – ein Kohlenstoff in Wabenform. Aufgerollt bildet er robuste Kohlenstoff-Nano-Röhrchen. Die gibt es bisher aber nur in wenigen Zentimetern Länge.

Weltraum-Experte Markus Landgraf von der ESA befasst sich seit einiger Zeit mit der Thematik. Wir haben mit ihm gechattet.

Das solltest du dir merken

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    Solange es noch kein geeignetes Material für das Fahrstuhl-Seil gibt, bleibt der Lift ins All Zukunftsmusik. Er würde die Kosten für Weltraum-Transporte um den Faktor 100 senken.

Veröffentlicht: 10.11.2019 / Autor: Galileo