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Vollmond: Wie beeinflusst der Mond unseren Alltag?

Um den Mond ranken sich viele Gerüchte. Manche glauben, er beeinflusst unseren Schlaf. Andere orientieren sogar ihre täglichen To-Dos nach dem Mondkalender. Aber was steckt wirklich dahinter?
Der Mond wirkt sich nicht nur auf Ebbe und Flut aus, sondern auch auf Mensch und Natur.

Vollmond: Die wichtigsten Fakten

  • Der Mond leuchtet nicht von selbst, sondern reflektiert nur das Licht der Sonne.

  • Bei Vollmond befinden sich Sonne, Erde und Mond auf einer Linie. Dabei wird der Mond vollständig von der Sonne angestrahlt, sodass du ihn als kreisrunde Scheibe siehst.

  • Ein gesamter Mondphasen-Zyklus dauert genau 29 Tage, 12 Stunden und 43 Minuten.

  • Dieses Jahr gibt es insgesamt 13 Vollmonde zu bewundern - im nächsten werden es nur 12 sein.

  • Die Theorie, dass wir bei Vollmond schlechter schlafen, ist unter Forschern umstritten.

  • Viele Menschen passen alltägliche Dinge wie das Gärtnern oder Haareschneiden an die Mondphasen an.

Wann ist der nächste Vollmond?

🌕 01. Oktober 2020

🌕 31. Oktober 2020

🌕 30. November 2020

🌕 30. Dezember 2020

🌕 28. Jänner 2021

🌕 27. Februar 2021

🌕 28. März 2021

Wie beeinflusst der Vollmond unseren Schlaf?

Immer wieder klagen Menschen über Schlafstörungen während einer Vollmondnacht. Eine wissenschaftliche Erklärung dafür könnte das Hormon Melatonin liefern. Der Botenstoff reguliert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.

Bei Dunkelheit steigt die Konzentration von Melatonin im Blut an. Das Hormon signalisiert dem Körper, dass es nun Zeit zum Ruhen ist. Licht hingegen hemmt die Bildung, deshalb ist der Melatonin-Spiegel tagsüber viel niedriger. Bei Vollmond ist es nachts meist heller als sonst, was ein Grund für den leichteren Schlaf sein könnte.

2013 stellte der Schweizer Forscher Christian Cajochen bei einer Mondstudie fest, dass sich der Melatoninspiegel bei einigen Propanden in Vollmondnächten tatsächlich veränderte. Durchschnittlich brauchten die Testpersonen 5 Minuten länger zum Einschlafen und schliefen auch 20 Minuten weniger.

Dennoch werden die Ergebnisse der Schlaf-Studie heute angezweifelt, da damals nur 33 Personen untersucht wurden.

Schlaf-Forscher empfehlen, das Schlafzimmer so abzudunkeln, dass das helle Mondlicht keine Chance hat, unseren Körper zu beeinflussen.

Was weißt du über den Mond? Finde es im Quiz heraus!

Vollmond, Halbmond, Neumond: Wie entstehen Mondphasen?

In diesem Clip gehen 2 Studenten der Uni Köln sehr spielerisch an das Thema ran  - und stellen die einzelnen Mondphasen nach. Viel Spaß!

Mondkalender: Ein Leben nach dem Mond

Der Glaube an die Kraft des Mondes ist uralt. Unsere Vorfahren beobachteten Sonne, Mond und Sterne nicht nur, um Informationen über die Tages- und Jahreszeit zu gewinnen. Sie versuchten auch zu verstehen, welchen Einfluss die unterschiedlichen Konstellationen auf Mensch und Natur haben. So wollten sie sich die Kräfte des Mondes für Jagd, Ernte, Lagerung und Heilung zunutze machen.

Auch der Naturforscher Charles Darwin schreibt in seinem Werk "Von der Abstammung des Menschen": "Der Mensch ist gleich den Säugetieren, Vögeln und sogar Insekten jenem geheimnisvollen Gesetz unterworfen, wonach gewisse normale Prozesse wie Schwangerschaft, Pflanzenwachstum und Reife, Dauer verschiedener Krankheiten, von den Mondperioden abhängig sind."

Der Mondkalender und die 4 Mondphasen

Manche orientieren sich am Mondkalender, wenn es um das Haareschneiden, Gärtnern oder Abnehmen geht. Immerhin beeinflusst der Mond unsere Jahreszeiten sowie Ebbe und Flut. Da könnte es doch sein, dass er auch einen Einfluss auf unser tägliches Leben hat?

Beim Mondkalender spielen diese 4 Mondphasen eine wichtige Rolle:

Neumond: Die nachtschwarze Rückseite


Bei Neumond zeigt sich der Trabant von seiner Schattenseite.
© Getty Images

In Kalendern ist der Neumond meist als schwarze Scheibe dargestellt. Der Mond kehrt uns an diesem Tag seine dunkle Seite zu und ist kaum zu erkennen.

Für Mondkalender-Fans bedeutet das:

💇 Ab zum Friseur! Bei Neumond wachsen die Haare schneller und gesünder nach.

🤒 Leg einen Fastentag ein und entgifte deinen Körper.

🚭 Neumond = Neubeginn: Zeit, eine Diät zu starten und alte Gewohnheiten abzulegen.

🌱 Gönn deinen Pflänzchen heute eine Ruhepause, und topfe sie nicht um.

 

Zunehmender Mond: Es wird wieder heller


Ist die Mondsichel gebogen wie die "Klammer zu: )", spricht man vom zunehmenden Mond.
© imago images/imagebroker

In den Tagen nach Neumond wird der zunehmende Mond sichtbar. Er sieht aus wie eine Sichel und zeigt jeden Tag ein bisschen mehr von seinem Gesicht. Das erste Viertel des Mondphasen-Zyklus ist erreicht, wenn die Sonne genau eine Hälfte der uns zugewandten Mondseite ausleuchtet. Dann siehst du den zunehmenden Halbmond am Nachthimmel.

Mondkalender-Fans nennen diese Zeit die "Phase der Erholung". Das bedeutet:

🧘 "Me-Time": Leg einen Ruhetag ein mit pflegenden Produkten und Massagen.

🌼 Zeig deinen grünen Daumen! Jetzt ist die optimale Zeit, Pflanzen umzutopfen.

🧔 Mut zur Mähne. Jetzt wachsen die Haare schneller als sonst.

💪 Verjage deinen inneren Schweinehund und motiviere dich zum Sport.

 

Vollmond: Richtungswechsel der Mond-Impulse


Runde Sache: der Vollmond in seiner ganzen Pracht.
© Getty Images

In Kalendern ist der Vollmond als helle Scheibe dargestellt. In dieser Mondphase positionieren sich alle 3 Himmelskörper wieder auf einer Linie. Die der Erde zugewandte Mondseite wird von der Sonne voll beleuchtet.

Schon gewusst? Bei Voll- und Neumond ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut am größten. An diesen beiden Tagen ist die Gravitationskraft des Mondes nämlich am stärksten.

Für Mondkalender-Fans ist es an diesem Tag Zeit für:

💇 Schnipp schnapp, Haare ab! Ein neuer Friseurtermin steht an.

🌿 Kräuter, denn die sollen heute Superkräfte entfalten.

🥕 Das gilt auch für Vitamine. Wie wäre es mit einem eigenen, kleinen Gemüsegarten auf Balkon und Co.?

🤕 Küchenmesser weg! Denn Wunden sollen an diesem Tag stärker bluten.

 

Abnehmender Mond: Kann mal jemand bitte das Licht dimmen?


Ist die Mondsichel gebogen wie bei der "Klammer auf: (", spricht man vom abnehmenden Mond.
© imago images/STAR-MEDIA

Bei abnehmenden Mond verringert sich der Beleuchtungsgrad wieder. Bereits nach 2 Tagen bekommt der Vollmond eine Delle. Das letzte Viertel des Mondphasen-Zyklus ist erreicht, wenn der abnehmende Halbmond zu sehen ist. Der Trabant kreist in den nächsten Tagen weiter um unsere Erde, bis wir ihn nur noch als eine Sichel wahrnehmen. Danach startet der Zyklus wieder von vorne und wir begrüßen den Neumond am Nachthimmel.

Für Mondkalender-Fans ist das die Phase der Aktivität. Das bedeutet:

🤸 Fit wie ein Turnschuh: Jetzt kann man die Kilos purzeln lassen.

🍫 Gesunde Ernährung ist besonders wichtig, aber auch mal eine Schoki erlaubt.

🧔 Tschüß, ihr lästigen Haare! Zeit für eine Rasur.

🐌 Auch für Ungeziefer und Unkraut ist die Zeit abgelaufen!

🌱 Gartenschere griffbereit? Die Pflanzen brauchen einen frischen Schnitt.

Veröffentlicht: 01.10.2020 / Autor: Magdalena Mayer