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Elon Musks Starlink: Das steckt hinter dem größten Satelliten-Netz der Welt

Elon Musk baut das größte Satelliten-Netzwerk der Welt, genannt Starlink. Wir verraten euch, was Starlink plant und welche Probleme die Satelliten bringen. Im Clip: Spannende Geheimnisse über das Internet.
Elon Musks Starlink: Das steckt hinter dem größten Satelliten-Netz der Welt
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Das Wichtigste zum Thema Starlink-Satelliten

  • Mit dem Projekt Starlink arbeiten Elon Musk und seine Firma SpaceX am größten Satelliten-Netzwerk der Welt.

  • Derzeit sind bereits etwa 2.000 Satelliten von Starlink im Orbit. Das Ziel sind 12.000 Stück - doch es könnten noch mehr werden. Musk hat bereits für 30.000 weitere Satelliten eine Genehmigung beantragt.

  • Die Satelliten wurden ungefähr 550 Kilometer über der Erdoberfläche positioniert. Sobald ein Satellit von Starlink nicht mehr funktioniert, stürzt er in die Erdatmosphäre und verglüht dort.

  • Das Satelliten-Netzwerk soll jeden Ort auf der Erde mit Breitband-Internet versorgen - selbst am Nord- und Südpol. Derzeit ist Starlink in etwas über 30 Ländern erhältlich - auch in Deutschland.

  • Das Starlink-Netzwerk sorgt derzeit auch in der Ukraine für stabiles Internet. Denn: Durch den Krieg mit Russland ist dort das Internet stark gefährdet.

Was ist Starlink und wie funktioniert es?

Das Satelliten-Netzwerk Starlink des amerikanischen Raumfahrt- und Telekommunikations-Unternehmens SpaceX bietet zukünftig weltweiten Internet-Zugang mit einer hohen Geschwindigkeit an. Regionen, in denen zuvor keine Verbindung möglich war, wird dadurch der Kontakt über das Internet ermöglicht. Die Satelliten kommunizieren dabei untereinander und die Daten werden per Funk zur Erde gesendet.

Seit 2022 stehen rund 2.000 Satelliten im Weltall zur Verfügung. Die Genehmigung für 12.000 Satelliten liegt vor und weitere 30.000 sind beantragt. Zum Vergleich: Im Zeitraum von 1957 bis 2019 sind nur rund 8.500 Satelliten in den Weltraum geschossen worden.

Spinnen-Netz im All

Die Internetsatelliten-Konstellation von Oneweb

Um jeden Ort auf der Erdoberfläche zu erreichen, bilden die Internet-Satelliten ein erdumspannendes Netz im Weltraum. Damit sie sich nicht in die Quere kommen, fliegen sie in mehreren Ebenen übereinander.

Schon 2019 berichtete Galileo über Starlink

Schon 2019 berichtete Galileo über Starlink

Das Internet ist noch nicht überall angekommen. Aber bereits 2019 startete ein Projekt, um mit Satelliten im All für weltweit flächendeckendes Internet zu sorgen. Galileo hat sich das ganze genauer angeschaut.

So funken Satelliten-Netze Internet auf die Erde

  • ⛓️

    Um den gesamten Erdball abzudecken, braucht es riesige Satelliten-Schwärme. Sie fliegen wie Perlen-Schnüre aufgereiht hintereinander von Pol zu Pol um die Erde.

  • 🚀

    Das Satelliten-Netzwerk befindet sich in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Aktuell beträgt die Höhe 550 Kilometern. Zukünftig ist der Betrieb in Höhe von 340 Kilometern über der Erdoberfläche geplant.

  • 💡

    Die Satelliten von Starlink geben das Internet-Signal teilweise per Laser weiter. Sie können es daher sogar mit Highspeed-Glasfaser-Leitungen aufnehmen, hat ein Wissenschaftler errechnet.

  • 🏭

    Die Mega-Konstellationen sind Ergebnis einer Revolution im Satellitenbau. Früher fertigten Ingenieur:innen busgroße Kommunikations-Satelliten in jahrelanger Handarbeit. Heute werden die nur wenige 100 Kilogramm schweren Satelliten in wenigen Tagen quasi am Fließband gebaut. Sie kosten knapp eine Million Euro oder weniger - und nicht Hunderte Millionen. Trotzdem kommt die Starlink-Konstellation umgerechnet immer noch auf knapp 10 Milliarden Euro.

  • 🛰

    Neben Starlink gibt es weitere geplante Internet-Satelliten-Netze. Die Firma OneWeb hat bereits 428 von geplanten 648 Satelliten im All. Amazon plant das Project Kuiper mit knapp 3.300 Satelliten.

  • 🤑

    Das Motiv: Geld. Expert:innen schätzen den zukünftigen Markt für Internet-Versorgung ("Connectivity") auf etwa eine Billionen Euro, das sind 1.000 Milliarden!

Einer von Tausenden Starlink-Satelliten

Starlink-Satellit

Jeder der tischgroßen Starlink-Satelliten wiegt etwa 260 Kilogramm. Elon Musk plant für Starlink derzeit ein Netz mit 12.000 Satelliten. Für mehr als 30.000 weitere hat er Genehmigungen beantragt!

So hast du immer Empfang aus dem All

  • 📱

    Mit dem Smartphone allein lässt sich das Internet-Signal aus dem All nicht empfangen. Für die Starlink-Satelliten brauchst du einen Pizza-Schachtel großen Terminal mit Antenne.

  • 📡

    Das Gerät auf der Erde verständigt sich per Funk mit den Satelliten im All. Voraussetzung: Freie Sicht zum Himmel.

  • 🚄

    Starlink ist derzeit in 32 Ländern erhältlich, darunter auch in Deutschland. Privat-Kunden verspricht es hier eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 200 Megabit pro Sekunde und eine Upload-Geschwindigkeit von 10 bis 20 Megabit pro Sekunde. Die Latenz soll bei 20 bis 40 Millisekunden liegen.

  • 💸

    Billig ist das aber nicht: Für die Hardware verlangt Musks Unternehmen einmalig rund 630 Euro. Versand und Abwicklung kosten über 70 Euro. Für den Service selbst werden dann monatlich 99 Euro fällig. Starlink hat allerdings in den USA schon eine Preis-Erhöhung angekündigt.

Starlink schickt Internet in die Ukraine

Durch den Krieg mit Russland sind die Telekommunikations-Netze der Ukraine bedroht. Das Internet ist seit der Invasion beeinträchtigt und weitere Angriffe könnte die Bevölkerung abschneiden.

Der ukrainische Digital-Minister Mychajlo Fedorow richtete sich deshalb auf Twitter an Elon Musk und bat ihn, Starlink in der Ukraine freizuschalten. Mit Erfolg. Elon Musk tat genau das und schickte mehrere Empfangs-Terminals in die Ukraine.

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Massenstarts ins All

Starlink-Satelliten von SpaceX

Angesichts so vieler Satelliten mussten die SpaceX-Ingenieur:innen sich gut überlegen, wie sie diese sicher in der Nutzlastbucht der Rakete unterbringen. SpaceX kann nun bis zu 60 Satelliten auf einmal ins All transportieren.

Die Visionen von Elon Musk

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Der Chef von Tesla und SpaceX, Elon Musk, ist bekannt dafür, Dinge zu schnell anzugehen und übers Ziel hinauszuschießen. Wir erklären, welche Visionen er für unsere Zukunft hat.

Aliens? Nein, Satelliten sorgen für Spektakel am Nachthimmel

In Deutschland wurde am 25.02.2022 in den News über helle und sich schnell bewegende Lichtpunkte im Himmel berichtet. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um die Starlink-Satelliten von SpaceX handelt. Kurz nach dem Aufstieg in die Erdumlaufbahn sind diese sehr auffällig am Nachthimmel und daher häufen sich auch die Anrufe bei den Ufo-Meldestellen.

Starlink in der Nacht: Zug der Satelliten

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SpaceX: Satelliten-Abstürze durch Sonnenstürme

  • Die Starlink-Satelliten werden mit SpaceX-Raketen ins Weltall befördert. Aktuell befinden sich 2.000 Satelliten in der Erdumlaufbahn und alle paar Wochen kommen bis zu 60 Stück dazu.
  • Doch nicht immer geht das gut: Aufgrund eines Sonnensturms blieben von den 49 Satelliten, die am 3. Februar 2022 ins Weltall geschossen wurden, nur neun Stück am Himmel. Die Starlinks stürzten nur wenige Stunden nach dem Start ab und verglühten in der Erdatmosphäre.
  • Grundsätzlich befinden sich die Satelliten nach dem Start in einer Höhe von 200 Kilometern. In dieser Ebene sind noch Reste der Erdatmosphäre vorhanden. Fliegende Objekte reiben sich an dieser Rest-Atmosphäre und werden langsamer und sinken ab.
  • Nachdem die Satelliten von der Rakete getrennt wurden, werden diese von SpaceX nach bestandenen Funktions-Tests schnell in größere Höhen gebracht.
  • Die Sonne kam an diesem Tag dem Unternehmen zuvor: Aufgrund einer Eruption an der Sonnen-Oberfläche wurde eine Magnetfeldblase zusammen mit Unmengen von Teilchen Richtung Erde befördert. Die Erdatmosphäre wurde durch den Sonnensturm aufgeheizt und dehnte sich weiter ins Weltall als gewöhnlich.
  • Die Höhe für die Satelliten soll auch nach dem Verlust beibehalten werden, um defekte Satelliten loszuwerden. Durch den Reibungs-Effekt sinken die Satelliten ab und verglühen in der Erdatmosphäre.
  • Solch ein Ereignis kann immer mal wieder vorkommen, denn mit einem 11-Jahres-Zyklus schwanken die Sonnen-Aktivitäten und bereiten der Raumfahrt Herausforderungen mit unberechenbaren Konsequenzen.

Starlink: Weltraumschrott und seine Gefahren

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    Derzeit gibt es etwa 2.000 Satelliten im All. Wenn alle geplanten Netze fertig sind, könnten es schon bald deutlich mehr als 10.000 sein.

  • ☠️

    Expert:innen befürchten, dass mit der Zeit ein Teil der Satelliten ausfallen und auf lange Zeit unkontrolliert durch den Orbit irren könnte. Dann würden sie das Leben von Astronaut:innen in Raumschiffen und der ISS gefährden.

  • 🔥

    Elon Musk versichert, dass sich die meisten Satelliten von ganz allein entsorgen, falls ihr Antrieb den Geist aufgibt. Sie flögen so niedrig, dass sie innerhalb von fünf Jahren in die Atmosphäre eintauchen. Sie würden sogar extra so konstruiert, dass sie dabei restlos verglühen.

  • 🛰

    Genau dieses Verglühen könnte aber zu sehr hohen Mengen Aluminiumoxid in der Atmosphäre führen. Aluminium gelangt zwar schon durch Meteoriten in unsere Erdatmosphäre, allerdings nicht in solchen Mengen.

  • Dieses Aluminium könnte die Albedo der Erde verändern. Als Albedo wird das Rückstrahl-Vermögen einer Oberfläche bezeichnet. Aluminium reflektiert Licht bestimmter Wellenlängen, durch eine hohe Konzentration in der Atmosphäre könnte also eine Licht-Streuung entstehen.

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    Zudem könnte das Aluminium der verglühenden Satelliten die Ozon-Schicht beschädigen und kleine, zeitlich begrenzte Löcher hervorrufen.

  • 💥

    Der Raum-Verkehr nimmt zu: Die Europäische Raumfahrtagentur ESA musste 2019 bereits einen ihrer Satelliten umlenken, weil eine Kollision mit "Starlink 44" drohte. SpaceX hatte auf die E-Mails der ESA nicht reagiert.

OneWeb-Satellit

Die Internet-Satelliten von OneWeb (hier im Bild) und SpaceX verfügen über einen Antrieb. Damit korrigieren sie ihre Flugbahn und am Ende der Betriebsdauer steuert er den Satelliten in die Atmosphäre, um ihn dort verglühen zu lassen - falls alles nach Plan geht.

Astronomie schlägt ebenfalls Alarm

Auch Astronom:innen kritisieren die vielen Satelliten. Laut ihnen würde es ihre Aufnahmen ruinieren, wenn sie durch den Beobachtungs-Bereich der Teleskope fliegen.

Der Hintergrund: Astronomische Aufnahmen brauchen in der Regel lange Belichtungszeiten. Wenn Satelliten durch das Beobachtungsfeld von Teleskopen fliegen, erscheinen die Reflexionen daher als helles Band auf dem Bild.

Mittlerweile arbeitet SpaceX eigenen Angaben zufolge daran, die Satelliten so zu bauen, dass sie die Sonne möglichst wenig reflektieren.

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Was würde passieren, wenn das Internet ausfällt?

Was würde passieren, wenn das Internet ausfällt?

Der Verkehr kollabiert, Flugzeuge sind in Not, es gibt kein Wasser und keinen Strom - und das alles, weil das Internet ausfällt. Was passieren würde, wenn Deutschland plötzlich offline wäre.

Gibt es Starlink auch in Deutschland?

Im November 2020 wurde die Starlink Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet. Das Unternehmen verantwortet den Betrieb des Starlink-Netzes in Deutschland. Für die breite Masse verfügbar ist das Starlink-Internet aber erst seit Ende 2021.

Die Starlink-Satelliten kamen aber schon vorher zum Einsatz: Bei der Flutkatastrophe 2021 hat die lokale Kommunikations-Infrastruktur versagt und in Absprache mit dem Innenministerium wurden mehrere Satelliten bereitgestellt, um die Kommunikation über das Internet zu gewährleisten.

FAQs: Alle Fragen und Antworten zu Starlink im Überblick

  • ⁉️

    Wie funktioniert Starlink?

    Datenpakete werden von Starlink - dem Satellitennetz im Weltall - über Lichtsignale und zum Teil per Laser weitergegeben. Über eine Empfangsstation kommen die Signale auf der Erde an.

  • ⁉️

    Wie teuer ist Starlink?

    Für den Flatrate-Internet-Zugang per Satellit werden 99 Euro pro Monat hierzulande fällig. Dazu kommen aber noch die Kosten für das Empfangs-Terminal. Das kostet rund 630 Euro.

  • ⁉️

    Wo fliegen Starlink-Satelliten?

    Die Satelliten von Starlink befinden sich in einer Höhe von circa 550 Kilometern über der Erde - also in niedrigen Erdumlaufbahnen. Es sollen zukünftig auch Starlinks ins Weltall geschossen werden, die auf noch niedrigeren Höhen positioniert werden.

  • ⁉️

    Kann man Starlink sehen?

    Die Satelliten sind in den ersten Tagen nach Abschuss ins Weltall als helle Lichtpunkte in einem sternenklaren Himmel zu sehen - auch in Deutschland.

  • ⁉️

    Was passiert, wenn ein Satellit abstürzt?

    Sollte der Antrieb der Satelliten von SpaceX ausfallen, sinken diese innerhalb von fünf Jahren in die Erdatmosphäre ab und verglühen dort restlos.

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Veröffentlicht: 25.07.2022 / Autor: Peter Schneider