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Emoji-Jacke und Co.: Smarte Gadgets schützen dich als Fahrrad-Fahrer

Wie eine lachende Jacke, blinkende Handschuhe oder ein Gürtel mit Bremslicht für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Außerdem: Von diesem Stadt-Verkehr können wir noch was lernen.

Das Wichtigste zum Thema Emoji-Jacke und Co.

  • Umweltfreundlich und sportlich: Radfahren ist beliebt. Fast jeder Deutsche hat einen Drahtesel - in der Bundesrepublik gibt es mehr als 70 Millionen Fahrräder.

  • Doch die Freiheit auf 2 Rädern ist nicht ganz ungefährlich. Immer wieder kommt es zu Verkehrs-Unfällen. Oft sind Missverständnisse zwischen Radlern und Autofahrern Schuld.

  • Die neue "Emoji-Jacke" von Ford soll helfen: Durch Blinker-Symbole und verschiedene Smileys erleichtert sie die Kommunikation im Verkehr.

  • Safety first: Noch ist die Emoji-Jacke nicht auf dem Markt. Bis dahin helfen dir andere smarte Produkte, sicher anzukommen. Weiter unten zeigen wir dir, welche.

Wie funktioniert die neue Emoji-Jacke?

Stell dir vor, deine Jacke spricht für dich: Ford entwickelt die Emoji Jacke gemeinsam mit Kommunikations-Forschern. Über einen Controller am Lenkrad bringst du die sie durch LED's zum Leuchten.

So funktionert's: Sie zeigt den anderen Verkehrs-Teilnehmern durch Blink-Symbole an, wenn du abbiegst. Und beim Abbremsen leuchtet ein Warn-Signal auf deinem Rücken. Es zeigt: Halte Abstand.

Zudem gibt es drei Emojis, die zeigen, wie du dich fühlst: Einen fröhlichen, einen traurigen und einen neutralen.

Mit diesen Wearables kommst du jetzt schon sicher an

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    Smarte Fahrrad-Helme (z.B. von Livall, Cratoni, Coros): Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Emoji-Jacke. Mit drin: Blinker-Funktion, 270-Grad-Beleuchtung, Navigation, Telefonieren, Musik. Im Gegensatz zu Kopfhörern nimmst du die Verkehrs-Geräusche um dich dabei aber immer noch wahr. Bei einem Sturz ruft dein Helm über eine Notruf-SMS Hilfe.

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    Blinkende Handschuhe (z.B. von Conrad, GTC Germany): Du möchtest abbiegen, aber in der Dunkelheit sehen die anderen Fahrer nicht, dass du deine Hand ausstreckst? Hier helfen die smarten Rad-Handschuhe mit Blink-LEDs. Zu warm im Sommer? Dann hol dir einfach Blink-Armbänder (z.B. von Useeme).

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    Der smarte Gürtel: Er blinkt ebenfalls - und wenn du bremst, leuchtet ein Bremslicht um deine Hüften. Du steuerst das Wearable (z.B. von Blink Light) händisch über eine Fernbedienung, die du am Lenker befestigst.

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    LED-Streifen für nächtliche Touren (z.B. von Revolights): du klebst sie samt Akku auf deine Speichen. Beim Fahren leuchten deine Räder vorne weiß und hinten rot. Biegst du ab, blinken die Hinterräder. Bremst du, flimmern sie. Praktisches Feature: Über die App kannst du die Lichter steuern und siehst, wie viele Kilometer du zurücklegst.

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    Reflektor-Spray (z.B. von Lifepaint): Ein paar mal die Spraydose schwingen und du wirst zum Katzenauge: Reflektor-Sprays trägst du auf deine Kleidung auf und schon reflektierst du im Scheinwerfer-Licht. Das Spray ist umweltfreundlich und regenfest, wäscht sich aber in der Waschmaschine leicht wieder raus.

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    Der Airbag fürs Fahrrad (von Hövding): Kein Schwitzen unterm Helm, ein lässiger Gurt um den Hals. Im Sturz bläst er sich auf und schützt den empfindlichen Kopf-, Nacken- und Hals-Bereich - und das in nur 0,1 Sekunden.

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    Finger weg vom Smartphone - Unaufmerksamkeit sorgt für die meisten Unfälle. Mach dein Handy lieber zum Bord-Computer. Mit Systemen wie Cobi hast du Navi, Kilometer-Zahl, Steigung und Puls direkt im Blick. Dank der Steuerung am Lenker musst die Hände nicht mehr vom Lenkrad nehmen.

Mehr Verkehrs-Sicherheit: Andere Länder machen's vor

© Getty Images

 

Rund 2.000 Fahrrad-Unfälle enden in Europa jedes Jahr tödlich, 2018 starben in Deutschland 455 Radfahrer.

In Helsinki gab es es vergangenes Jahr keinen einzigen tödlichen Unfall mit Radfahrern (oder Spaziergängern), in Oslo nur einen. Zum Vergleich: In Berlin starben 2019 6 Fahrrad-Fahrer und 24 Fußgänger bei Verkehrs-Unfällen

Was wir von Städten wie Helsinki und Oslo lernen können 

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    Autofreie Zone: Immer weniger Fahrzeuge dürfen in die Stadtzentren. Rund 90 Prozent von Oslos City sind schon autofrei.

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    Die Straßen, Fuß- und Radwege sind klar voneinander getrennt, damit sich niemand in die Quere kommt.

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    Die Straßen sind so gebaut, dass man langsam fahren muss - etwa durch viele Zebrastreifen und Brems-Schwellen.

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    In vielen Bereichen der Stadt darf man ohnehin nur 30 km/h fahren, rund um Kindergärten und Schulen sind die Zonen komplett verkehrsberuhigt.

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    Viele Verkehrs-Kontrollen: Blitzer, Kameras, Polizei-Präsenz - das sorgt dafür, dass die niedrige Geschwindigkeit und die Verkehrsregeln eingehalten werden.

Veröffentlicht: 12.02.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau

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