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Meeresleuchten

Meeresleuchten in Nord- und Ostsee - so entsteht Biolumineszenz

Meeresleuchten - auch in der Nord- und Ostsee kannst du es mit etwas Glück erleben! Das Zauberwort heißt Biolumineszenz. Wir zeigen dir Lebewesen, denen ein Licht aufgeht. Im Clip: leuchtende Naturwunder.
Meeresleuchten in Nord- und Ostsee - so entsteht Biolumineszenz
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Das Wichtigste zum Thema Biolumineszenz

  • Biolumineszenz - so nennt man in der Biologie die Fähigkeit von Lebewesen, sich wie eine Taschenlampe anzuknipsen.

  • In der dunklen Tiefsee verfügen rund 90 Prozent der Lebewesen über diese Strahlkraft. Aber manchmal kommen uns die leuchtenden Wesen auch ganz nah - als Glühwürmchen auf dem Balkon oder Meeresleuchten am Strand.

  • Wusstest du, dass du Meeresleuchten auch in der Nord- und Ostsee erleben kannst? Wie entsteht es überhaupt? Tauche mit uns ab und lerne helle Tiere und Organismen kennen!

Meeresleuchten in Nord- und Ostsee - wie entsteht es?

Wenn das Meer geheimnisvoll blau leuchtet, sind oft winzige Kleinstlebewesen der Grund dafür. Meeresleuchten entsteht durch sogenanntes Leuchtplankton. Das sind Einzeller, die nach Berührungsreizen Licht entsenden. Wie Biolumineszenz genau funktioniert, liest du weiter unten.

An manchen Stränden leuchten ganze Kolonien dieser sogenannten "Dinoflagellaten" von bis zu 100.000 Zellen pro Liter. In der Brandung schimmert es oft besonders intensiv, weil die Wellen das Plankton auf dem Sandboden hin- und herschaukelt. Verschiedene Arten von Dinoflagellaten sind in weiten Teilen der Weltmeere zuhause, und so kann es passieren, dass du bei deinem nächsten Urlaub am Mittelmeer, oder sogar an Nord- und Ostsee das Spektakels siehst.

Leuchtende Plankton


Wie ein Sternenhimmel unter Wasser funkelt das Leuchtplankton in der Nacht. Tagsüber ist es übrigens auch da - man sieht das Leuchten wegen des Tageslichts aber kaum.
© Getty Images

Glanzparade: Wie leuchten Lebewesen?

Wie entsteht Biolumineszenz? Dahinter steckt ein biochemischer Prozess: Der Leuchtstoff Luciferin wird mithilfe des Enzyms Luciferase oxidiert. Mit der Aufnahme von Sauerstoff entsteht zusätzliche Energie, die in Form von Licht an die Umgebung abgegeben wird. Das Ergebnis: ein Farbspiel.

Biolumineszenz tritt in zwei Formen auf. Primäres Leuchten bedeutet, dass die Lebewesen sich selbst zum Strahlen bringen können (zum Beispiel Glühwürmchen). Beim sekundären Leuchten machen sich symbiontische Bakterien ans Werk, die im Leuchtorgan "sitzen" (beispielsweise bei Fischen).

Ein Glühwürmchen wandelt übrigens nahezu verlustfrei chemische Energie in Licht um. Zum Vergleich: Bei der Glühbirne gehen aus elektrischer Energie nur etwa fünf Prozent Licht hervor, die restlichen 95 Prozent sind Wärme.

Auch Schnabeltiere können grün-blau leuchten. Unter ultraviolettem Licht erstrahlt ihr Fell in Blau oder Grün. Es fluoresziert.

Diesen Lebewesen geht ein Licht auf

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Leuchtendes Kanninchen


Leuchtende Hasen und Schafe? Klingt nach Science-Fiction, ist aber schon möglich.
© Getty Images

🐑 Interessante Mähldung: Auch Schafe können strahlen. Dafür sorgte ein Forschungs-Team aus Uruguay. Sie versetzten das Erbgut der flauschigen Vierbeiner mit fluoreszierender Quallen-DNA. 2012 kamen Lämm(p)chen zur Welt, die im Dunklen grün leuchteten. Die Tiere waren in der Lage, Licht zu "speichern" und im Anschluss an eine UV-Bestrahlung nachzuleuchten - ähnlich wie ein künstlicher Sternenhimmel an der Zimmerdecke.

🐇 Türkische Forscher:innen wiederum züchteten 2013 Leucht-Kaninchen, die unter Schwarzlicht im Dunkeln einen grünen "Schimmer" bekamen. Bei Tageslicht hatten die Langohren eine weiße Fellfarbe. Laut dem Forschungs-Team ließen sich keinerlei Auswirkungen auf die Lebensweise der Tiere feststellen. Vorgenommen wurden die Manipulationen unter anderem, um langfristig Menschen mit Gendefekten zu helfen.

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Veröffentlicht: 09.06.2022 / Autor: Galileo