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Bigfoot

Bigfoot, Yeti und Nessie: Nur Fabelwesen oder existieren sie doch?

Eine haarige Kreuzung aus Mensch und Affe, ein Seeungeheuer und ein Schneemensch: Diese geheimnisvollen Kreaturen sollen sich angeblich irgendwo verstecken. Was steckt hinter den Legenden von Bigfoot, Nessie und Co.?
Bigfoot

Das Wichtigste zum Thema Bigfoot

  • Hartnäckig halten sich Mythen, dass irgendwo auf der Welt merkwürdige Fabelwesen leben. Manche Menschen suchen sogar nach ihnen.

  • Eine der mysteriösen Gestalten ist Bigfoot, der eine Kreuzung aus Mensch und Affe sein soll. Er lebt der Geschichte nach in den Wäldern der USA und Kanada.

  • Immer wieder tauchen angebliche Beweise auf, zum Beispiel verwackelte Videos. Bislang stellten sich die meisten als Irrtümer oder schlechte Fälschungen heraus.

  • Neben Bigfoot kursieren Gerüchte über andere fabelhafte Kreaturen, unter anderem das Monster von Loch Ness, den Yeti oder Mothman.

  • Ob die Lebewesen existieren oder nicht, beschäftigt ein Teilgebiet der Zoologie - die Kryptozoologie.

  • Was sie hoffen lässt: Diverse Tiere galten zunächst als Mythos, bis ihre Existenz wissenschaftlich bewiesen wurde, so wie das Okapi.

Auf der Jagd nach Big Foot - im Galileo Podcast

Wer ist Bigfoot und wo lebt das Zottelwesen?

Bigfoot (Großfuß) ist ein Fabelwesen. Es wurde der Legende nach an vielen Orten Nordamerikas gesichtet, vor allem in den Rocky Mountains und den Appalachen.

In Kanada wird das Wesen Sasquatch genannt. In der Sprache von Ureinwohnern heißt das „stark behaarter Riese".

Bigfoot wohnt offenbar im Wald, hat sehr viel Fell, stinkt und ist mit bis 3 Metern deutlich größer als ein Mensch.

In den 1850er-Jahren tauchte das Geschöpf erstmals in Erzählungen auf: Ureinwohner wollen es in Kalifornien entdeckt haben. Seitdem berichten immer wieder Menschen von Sichtungen, andere wollen Bigfoot fotografiert haben.

Die meisten Aufnahmen stellten sich bisher als Fälschungen heraus. Mal zog jemand ein Gorillakostüm an, mal bastelte ein Witzbold Riesenfüße und hinterließ damit Spuren. Aber nicht alle Bilder konnten erklärt werden.

Einige Augenzeugen haben in Wahrheit einen Bären gesehen, glauben Expert:innen: Die Tiere können auf den Hinterbeinen stehen und sind dann sehr groß.

Kryptozoolog:innen halten es trotzdem für möglich, dass Bigfoot existiert. Es könnte sich um ein überlebendes Exemplar der bis zu 3 Meter großen Menschenaffen-Gattung Gigantopithecus handeln, die eigentlich ausgestorben ist.

Die wichtigsten Fakten zu Bigfoot

Bigfoot Grafik

Die wichtigsten Fakten zu Bigfoot.

Was erforscht die Kryptozoologie?

  • Mit der Suche nach legendären Lebewesen beschäftigt sich die Kryptozoologie. Seit den 50er-Jahren versteht sie sich als Teilgebiet der Zoologie. Das Wort bedeutet „Die Lehre von den verborgenen Tieren".
  • Die Anhänger:innen suchen nach unerforschten Tieren oder tierähnlichen Kreaturen, die es vielleicht gibt, vielleicht aber auch nicht.
  • Kryptide heißen Gestalten, deren Existenz zwar nicht bewiesen ist, über die es aber Informationen aus verschiedenen Quellen gibt. Es können auch Tiere sein, die zwar unbekannt, aber biologisch nicht unmöglich sind.
  • Bei Kryptiden kann sich außerdem um Tierarten handeln, die als ausgestorben gelten, aber angeblich gesehen wurden. Darüber hinaus sind damit Tiere gemeint, die auf dem falschen Kontinent entdeckt wurden, sowie skurrile Arten a la Bigfoot und Yeti.
  • Manche Kryptozoologie-Fans gehen davon aus, dass es bis zu 15 Millionen unentdeckte Tierarten auf der Erde geben könnte. Für viele Wissenschaftler:innen gilt das Fachgebiet allerdings als unseriös.

Nessie, das Seeungeheuer - oder doch ein Hund oder ein Baumstamm?

  • 🐍

    Das wohl bekannteste Seeungeheuer der Welt ist Nessie: Wahlweise handelt es sich um eine Seeschlange oder um urzeitliches Reptil.

  • 🦈

    Das Fabelwesen ist angeblich bis zu 20 Meter lange und hat Höcker und Flossen.

  • 🌊

    Es haust der Sage nach im See Loch Ness in Schottland. Der ist mit 230 Metern besonders tief, das heizt Spekulationen an.

  • 📷

    Mehr als 1000-mal wurde das Wesen angeblich schon gesichtet, es gibt Fotos und Videos mit unscharfen Aufnahmen.

  • Die Sage um Nessie ist alt: Erstmals "entdeckt" wurde das Tier im Jahr 565. Der heilige Columban verscheuchte demnach ein Untier im Fluss Ness und rettete damit einem Mann das Leben.

  • 🔭

    In einer Chronik aus dem 16. Jahrhundert ist von einem riesigen Tier die Rede, das aus dem See stieg und drei Menschen erschlug. Diverse weitere Sichtungen sind dokumentiert, unter anderem 1872 und 1903.

  • 🐶

    Richtig bekannt wurde das Monster 1933: Eine lokale Zeitung erwähnte ein Monster im See und löste einen Nessie-Boom aus. Eines der ersten Fotos entstand in der Zeit. In Wahrheit zeigte es den Hund des Fotografen mit einem Stock im Maul.

  • 🐘

    Viele angebliche Nessie-Bilder wurden später als falsch entlarvt. Einige waren Fotomontagen, andere zeigten verschwommene Baumstämme oder schwimmende Elefanten.

Diese Tierarten galten als Legenden - bis sie doch entdeckt wurden

Diese Fabeltiere sollen sich noch auf der Erde und in Seen herumtreiben

  • Der Yeti ist ein riesiger Schneemensch im Himalaya. Er soll bis zu 3 Meter groß sein und mehr als 40 Zentimeter große Fußabdrücke hinterlassen.
  • In den Sagen der australischen Aborigines gibt es einen Affenmenschen wie Bigfoot, den Yowie. Er hat offenbar riesige Füße und stinkt.
  • Der Mothman ist eine menschenähnliche Gestalt mit glühend roten Augen und Flügeln. Wenn er auftaucht, soll es ein Unglück geben. Meist wird er im US-Bundesstaat Virginia gesichtet.
  • In den Jiundu-Sümpfen in der Demokratischen Republik Kongo (Afrika) lauert angeblich der Flugsaurier Kongamato mit langem Schnabel und scharfen Zähnen.
  • Andere Riesenreptile hauen angeblich im Champlain-See in Vermont sowie im Flathead-See in Montana, beide in den USA. Das Monster Ogopogo versteckt sich dagegen im kanadischen Lake Okanagan. Es soll 14 Meter lang sein und einen Schlangenkörper mit Schafskopf besitzen.
  • Im schwedischen See Storsjön schwimmt Legenden zufolge seit 300 Jahren eine gigantische Wasserschlange.
  • Der Mongolische Todeswurm soll unter der Erde in der Wüste Gobi auf Opfer warten. Der rote, einen halben Meter kleine Wurm wird von der Farbe Gelb angelockt und tötet mit Gift.
  • Der lateinamerikanische Chupacabra ist eine Art Reptil mit Stacheln und großen Fangzähnen. Angeblich saugt er seine Opfer aus wie ein Vampir.
Veröffentlicht: 20.07.2021 / Autor: Claudia Frickel