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Warum bekommen wir "kalte Füße"?

Macht man in letzter Minute einen Rückzieher, hat man kalte Füße bekommen. Doch wie ist die Redewendung entstanden? Steckt dahinter ein körperliches Phänomen? Gleich erfährst du es.

Schlaumeier-Wissen

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    Man hat sich etwas vorgenommen und setzt es dann doch nicht um, weil einem plötzlich nicht mehr wohl bei der Sache ist. Dafür stehen die "kalten Füße".

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    Alles körperlich? Angst kann Durchblutungsstörungen verursachen und tatsächlich zu kalten Füßen führen. Aber die Redewendung hat einen anderen Ursprung.

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    Früher waren Glücksspiele verboten. Wer darauf nicht verzichten wollte, zog sich zum Zocken in Kellerräume zurück. Die Crux: Dort gab es keine Heizung.

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    Hatte ein Spieler schlechte Karten oder einen falschen Zug gesetzt, benutzte er gerne mal die Kälte als Ausrede, um einer Niederlage zu entgehen. Dann fiel ein Satz wie: "Ich habe kalte Füße, ich bin raus."

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    Und auch die Hitze muss manchmal redensartlich herhalten, wenn sich jemand in einer brenzligen Situation befindet. In dem Fall wird der Boden zu heiß.

Welt der Sprüche: Damit kommst du leichtfüßig durch

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    Immer wieder auf die Füße fallen = ohne Schaden bleiben, sich zu helfen wissen

    Bezieht sich auf eine tierisch gute Fähigkeit: Katzen landen bei einem Sturz oder Sprung stets mit den Füßen zuerst auf dem Boden - und vermeiden so Verletzungen.

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    Die Füße unter die Arme nehmen = weglaufen, fliehen

    Hat mit dem Bild zu tun, das ein schneller Läufer abgibt. Er reißt die Beine so weit in die Höhe, dass es aussieht, als würde er sie unter die Arme nehmen.

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    Jemandem den Bettel vor die Füße werfen = nicht mehr für jemanden tätig sein wollen, sein Amt aufgeben, kapitulieren

    In einer Erzählung von 1846 heißt es: "... eine Anstellung will ich, und auf lebenslänglich, und mit Pension; krieg ich das nicht, schmeiß ich ihnen den Bettel (= Kram) vor die Thür ..." 

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    Jemandem den Fuß auf den Nacken setzen = jemanden bedrohen, demütigen, unterwerfen

    Früher ließ man besiegten Feinden die eigene Macht spüren, indem man ihnen den Fuß auf den Nacken setzte. Auch in der Bibel ist dieses Ritual erwähnt.

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    Mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden sein = schlechte Laune haben, verärgert sein

    Die Redewendung gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Sie beruht auf dem alten Volksglauben, dass die linke Seite die unheilvolle Seite ist.

Veröffentlicht: 29.06.2020 / Autor: Heike Predikant