Unheimliche Geräusche in den Tiefen des Marianengrabens aufgeklärt
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Unheimliche Geräusche in den Tiefen des Marianengrabens aufgeklärt

vor 11 Monaten

Forscher der Oregon State University haben seltsam klingende Geräusche im Pazifischen Ozean aufgezeichnet. Die Töne im Marianengraben klingen gespenstisch und außergewöhnlich. Nach Monaten konnte endlich geklärt werden, woher sie stammen.

Zuerst ist ein dumpfer Schall zu hören und dann sehr schrille Laute. Lange war nicht klar, von welchem Tier diese Töne stammten. Jetzt wissen die Projektleiterin Sharon Nieukirk und ihre Kollegen, dass es sich um einen Wal handelt – genauer gesagt um einen Bartenwal. Die Wissenschaftler haben noch nie zuvor so einen komplexen Schrei gehört. Dabei sind Wale bekannt für ihre einzigartigen Rufe, die einige Kilometer weit zu hören sind.

Die Aufnahme ist vier Sekunden lang und beinhaltet die volle Palette an unterschiedlichen Tonhöhen. Sie reichen von 38 Hertz bis zu den schrill klingenden 7.500 Hertz. Bartenwale sind vor allem für ihre dumpfen Klänge bekannt, welche in den ersten zwei Sekunden zu hören sind.  Was die Forscher jedoch lange irritierte, sind die grellen, hohen Töne. Genau deshalb ging Nieukirk zuerst davon aus, dass ein Zwergwal dahinter stecken könnte. „Die komplexe Struktur des Sounds, die Frequenzschwankungen und der metallähnliche Klang zum Schluss sind den charakteristischen Rufen der Zwergwale sehr ähnlich.“, schreibt Sharon Nieukirk in ihrer Studie.

Hier kannst du dir die ungewöhnlichen Laute selbst anhören:

In Wirklichkeit handelt es sich um eine Bartenwal-Art. Das zeigte eine genaue Analyse der Geräusche. Obwohl die Tierart nun bekannt ist, bleibt die Aufzeichnung ein Geheimnis. Niemals zuvor wurde so ein Walruf aufgenommen. Hinzu kommt, dass Bartenwale in der Regel nur in der Paarungszeit und vor allem in der kalten Jahreszeit bestimmte Laute von sich geben. Die Forscher nahmen die Töne jedoch auch zu anderen Jahreszeiten auf, die untypisch dafür sind. Von Herbst 2014 bis ins Frühjahr 2015 waren sie immer wieder zu hören. Weitere Forschungen müssen erst noch herausfinden, was diese Walrufe im Marianengraben zu bedeuten haben.

Die Tonaufnahmen beweisen jedenfalls erneut, dass Wale besondere Tiere sind, die geschützt werden müssen. Leider verfangen sie sich häufig in Fischernetzen, aus denen sie sich nicht mehr befreien können. Wie ein zufällig vorbeikommender Umweltschützer nur mit seinem Taschenmesser zur Rettung schritt, zeigen wir euch in diesem Video. Eine rührende Rettungsaktion, die eine Stunde gedauert hat:

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