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Mega-Cities - die Städte der Zukunft

Millionen verlassen das Land und strömen in die Städte. Wir zeigen dir, was das für Umwelt, Wohnen und Versorgung bedeutet - und welche Stadt die größte ist.

Das Wichtigste zum Thema Mega-Cities

  • In einer Mega-City leben über 10 Millionen Einwohner. Weltweit gibt es 33 davon. 6 liegen in China und 5 in Indien. Bis 2030 kommen 10 neue dazu.

  • Tokio ist mit 37,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Welt. Deutschlands größte Stadt, Berlin, zählt gerade mal 3,77 Millionen.

  • Flächenmäßig gilt das chinesische Chongqing mit über 82.000 Quadrat-Kilometern als größte Stadt. Das ist doppelt so groß wie Holland. Zwar leben in der Verwaltungs-Einheit 30 Millionen, in der Kernstadt aber weitaus weniger. Experten sprechen daher oft von "Metropol-Regionen".

Quelle: UN 2018

Top 10 der größten Städte - berechnet nach Einwohnern

  • 🇯🇵

    Tokio, Japan: 37,5 Millionen Einwohner

  • 🇮🇳

    Neu-Delhi, Indien: 28,5 Millionen Einwohner

  • 🇨🇳

    Shanghai, China: 25,6 Millionen Einwohner

  • 🇧🇷

    Sao Paolo, Brasilien: 21,7 Millionen Einwohner

  • 🇲🇽

    Mexiko-Stadt, Mexiko: 21,6 Millionen Einwohner

  • 🇪🇬

    Kairo, Ägypten: 20,1 Millionen Einwohner

  • 🇮🇳

    Mumbai, Indien: 20 Millionen Einwohner

  • 🇨🇳

    Peking, China: 19,6 Millionen Einwohner

  • 🇧🇩

    Dhaka, Bangladesch: 19,5 Millionen Einwohner

  • 🇯🇵

    Osaka, Japan: 19,2 Millionen Einwohner

Quelle UN, 2018

Mega-Metropole: Das ist die größte Stadt der Welt

Mega-Metropole: Das ist die größte Stadt der Welt

Mega-Metropole: Das ist die größte Stadt der Welt

Ihren Namen kennen die wenigsten. Dabei ist diese Mega-City fast so groß wie Österreich. Sieh selbst!

Deshalb fliehen die Menschen in die Stadt

Die UN schätzt, dass 2050 zwei Drittel aller Menschen in Städten leben. 9 Prozent zieht es bis 2030 in die Megacities. Grund für die "Landflucht" sind Push- and Pull-Faktoren. Die Push-Faktoren "drücken" Menschen vom Land weg. Mit Pull-Faktoren "zieht" die Stadt die Bevölkerung zu sich heran.

Push-Faktor 1 für ländliche Gebiete: Gerade in ärmeren Entwicklungs- oder Schwellenländern sind die Chancen auf einen Arbeitsplatz, Bildung oder gute medizinische Versorgung gering.

Push-Faktor 2: Oft herrscht dort ein konservativeres Wertesystem, in dem Menschen sich auf Grund von Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung persönlich nicht entfalten können.

Die Stadt lockt hingegen mit sozialem Aufstieg, persönlicher Freiheit, Ausbildungs- und Job-Möglichkeiten und höheren Löhnen.

Speziell in den Mega-Cities der Entwicklungs- und Schwellenländer siedeln sich viele internationale Unternehmen an. Denn für sie sind die Löhne hier vergleichsweise niedrig und sie erhalten Zugang zu neuen Märkten. Umgekehrt sind die Löhne aus Sicht der Arbeiter gemessen am Landes-Niveau oft sehr hoch.

Landflucht gab's schon im Mittelalter. Für Leibeigene, die vor ihren Herren flohen, lautete das Motto "Stadtluft macht frei". Auch die Industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts, in der Fabriken entstanden, zog ärmere Landarbeiter in die Städte. Und noch heute wollen viele von uns in Metropolen wie New York und London arbeiten, weil sie dort interessantere Jobs finden.

2007 war das erste Jahr, in dem weltweit mehr Menschen in Städten lebten als auf dem Land.

Die Welt zieht in die Städte

Quelle: UN, 2018

Die Newcomer - diese Städte werden bis 2030 Mega-Cities sein

Quelle UN, 2018

Würdest du gern in einer Mega-City wohnen?

Vor- und Nachteile des Stadtlebens

Gerade in Entwicklungsländern bieten Städte bessere Bildungs-Chancen. Die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser oder die medizinische Betreuung sind besser. Soziale Organisationen können sich effizienter für Hilfsbedürftige einsetzen oder die Emanzipation der Frauen vorantreiben.

Andererseits trügt der städtische Wohlstand meist. Auf Grund des Platzmangels und der teuren Wohnpreise leben viele in Armenvierteln. Auch in westlichen Mega-Cities wird Wohnen immer teurer, und reichere Menschen verdrängen Normalbürger in Randgebiete.

So viele Menschen an einem Ort belasten die Umwelt enorm. Der Verkehr nimmt zu. Über Städten wie Peking schwebt oft eine Smog-Glocke. Die stetig wachsende Energieversorgung erhöht den CO2-Ausstoß, die Müllberge wachsen.

Ländliche Gebiete drohen zu veröden, und die Versorgung dort wird noch schlechter. Selbst in Deutschland diskutieren wir darüber, dass auf dem Land Ärzte fehlen und keine Busse mehr in die Dörfer fahren.

Diese Zukunft gibt's schon heute - Ideen, wie wir den wenigen Platz smart nutzen

Veröffentlicht: 23.05.2020 / Autor: Sven Hasselberg