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Mammut-Massengrab in Mexiko: Werden Mammuts jetzt wieder zum Leben erweckt?

Über 200 Mammut-Skelette haben Forscher beim Bau eines Flughafens in Mexiko gefunden. Warum der Fund so spektakulär ist und wie er dabei helfen könnte, Mammuts wieder lebendig zu machen, erfährst du hier.

Über 200 Mammut-Skelette haben Forscher gefunden. Kann man dadurch Mammuts wieder zum Leben erwecken?

Warum ist der Mammutfund so besonders?

  • Mammuts sind die wohl bekanntesten Tiere der Eiszeit. Forscher haben nun über 200 Skelette in Mexiko beim Bau eines Flughafens nördlich von Mexiko City gefunden. Der Fund dürfte einer der größten der Geschichte sein.

  • Die Skelette könnten über 35.000 Jahre alt sein und werden nun analysiert.

  • Der Bau des Flughafens verzögert sich deshalb, wird aber trotzdem durchgeführt.

  • In der Nähe des Flughafengeländes haben die Wissenschaftler schon zu einem früheren Zeitpunkt Mammutfallen entdeckt.

Ganz schön viel Arbeit: Paläontologen graben die über 200 Mammut-Skelette aus und versuchen sie zu konservieren. Dabei müssen sie sehr behutsam vorgehen.

So haben Mammuts gelebt

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    Mammuts sind mit Elefanten verwandt, allerdings fällt ihr Rücken stärker ab. Sie sind reine Pflanzenfresser. Über Größe und Gewicht gibt es unterschiedliche Angaben. Man geht von einer Schulterhöhe von circa 3 Metern und einem Gewicht von 5,5 Tonnen aus.

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    Typisch: Die spiralförmigen Stoßzähne, die bis zu 3,5 Meter lang werden konnten. Sie verwendeten die Mammuts als Schneeschaufeln, um sich Nahrung zu beschaffen oder auch zur Abwehr von Feinden.

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    Meistens sind mit Mammuts die Wollhaarmammuts gemeint, die ein zotteliges Fell hatten. Es gibt aber verschiedene Arten. Wie zum Beispiel der Süd-Elefant, das Prärie-Mammut, das Zwerg-Mammut oder das Steppen-Mammut.

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    Mammuts lebten in Europa, Nordamerika und Asien - meistens in Herden. Nur die Bullen waren Einzelgänger.

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    Vor rund 4.000 Jahren sind wohl die letzten Mammuts ausgestorben, die noch in kleiner Population auf der Wrangel-Insel im Arktischen Ozean lebten.

Wieso sind Mammuts ausgestorben?

Der Mensch wurde lange Zeit verdächtig, als Jäger der Tiere für das Aussterben der Mammuts verantwortlich zu sein. Aber offenbar stimmt diese Theorie nicht. Vielmehr glauben Forscher heute daran, dass der Klimawandel schuld am Verschwinden der Mammuts ist.

Durch die Veränderungen hat sich ihr Lebensraum verkleinert, die Nahrungssuche wurde schwieriger. Warum Mammuts ausgestorben sind ist aber noch nicht vollständig geklärt und gibt Forschern immer noch Rätsel auf.

Wieso haben Menschen Mammuts gejagt?

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    Insgesamt jagten Menschen Mammuts eher selten, denn sie waren sehr angriffslustig.

  • Ihre Knochen verwendeten sie zum Beispiel für den Bau von Zelten.

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    Aus den Stoßzähnen wurde oft Schmuck gefertigt.

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    Da es in der Eiszeit nur wenig Brennmaterial gab, wurden die Reste des Tieres auch zum Feuer machen genutzt.

Wieso will man Mammuts wieder zum Leben erwecken?

Derzeit untersuchen Forscher die DNA von Mammuts anhand von Überresten. Will man sie wieder zum Leben erwecken, würde man die ähnliche DNA eines Elefanten mit Teilen der Mammut-DNA ersetzen. Derzeit laufen Experimente, die Tiere so künstlich wieder zum Leben zu erwecken. Jedoch streitet sich die Wissenschaft, ob das auch wirklich möglich ist. Die Forschung ist kompliziert, es bräuchte zum Beispiel eine künstliche Gebärmutter für das Experiment.

Was würde es überhaupt bringen Mammuts wieder zum Leben zu erwecken? Manche Wissenschaftler glauben die Wiederbelebung könnte zum Klimaschutz beitragen. Die Essgewohnheiten der Mammuts fördern angeblich das Wachstum von Steppengras. Das könnte dafür sorgen, dass sich die Böden nicht so schnell erwärmen und der Permafrost länger erhalten bleibt. Das ist aber bisher nur eine Theorie.

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Veröffentlicht: 11.10.2020 / Autor: Bianca Leppert