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Arbeiten, wo es dir gefällt: Der Lifestyle der digitalen Nomaden

Reisen und Geld verdienen: Für digitale Nomaden ist das Alltag. Falls auch du lieber vom Strand aus arbeiten möchtest, haben wir Tipps.

Das Wichtigste zum Thema digitale Nomaden

  • Digitale Nomaden verdienen ihr Geld hauptsächlich im/übers Internet - ortsunabhängig, ohne feste Arbeitszeiten und feste Arbeitsplätze. Steter Begleiter: der Laptop.

  • Typische Berufe von DNs: Texter, Grafik-/Webdesigner, Softwareentwickler, Online-Shop-Betreiber, Data Scientist, Marketing-Berater, Sales-Manager, Übersetzer, Lektor, Fotograf.

  • St(r)andorte in Asien sind beliebt: Das Internet ist meist schnell, die Kosten für Essen, Wohnen und Reisen sind gering im Vergleich zu Europa.

  • Immer mehr Menschen arbeiten in Coworking-Spaces. Dahinter steckt das Konzept, Büroplätze für Stunden, Tage oder Monate zu mieten und dabei den Vorteil der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten zu nutzen.

  • Laut einer Studie bietet - europaweit - London die meisten Flächen für flexible Arbeitsplätze, gefolgt von Paris und Stockholm. In Deutschland sind München und Berlin die Hotspots für Coworker.

Coworking Spaces weltweit: Worauf es bei den Gemeinschaftsbüros ankommt

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    Gute Erreichbarkeit mit Bus oder Bahn zählt. Für das Viertel, in dem sich der Coworking Space befindet, gilt: Je hipper, umso besser.

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    Gemietet wird täglich, wöchentlich oder monatlich. Ein "Flex Desk" kostet hierzulande im Schnitt rund 200 Euro pro Monat. Begehrt sind Gesamtpakete, in denen zum Beispiel auch eine Kaffee-Flatrate enthalten ist.

  • Schnelles und zuverlässiges Internet ist unverzichtbar. Oft gehören auch Drucker, Beamer & Co. zur technischen Ausstattung.

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    Angenehmes Extra: Spezielle Räume für Kundengespräche, Videoaufnahmen, Meetings. Rückzugsflächen machen Pausen noch schöner.

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    Networking gehört dazu. Am besten dort einmieten, wo zusätzlich Workshops, Vorträge, Mentoring-Programme oder gemeinsame Essen angeboten werden.

Geht immer und überall: Mit Microjobs online Geld verdienen

Klick dir die Kohle herbei! Es gibt Apps und Online-Plattformen für Tätigkeiten, die jeder ohne Vorkenntnisse in kurzer Zeit erledigen kann - per PC, Laptop oder Smartphone. Texte korrigieren, Bilder beschreiben, Öffnungszeiten erfassen: leicht verdientes Geld.

Manche Microjobber nehmen (regelmäßig) an Umfragen von Marktforschungsunternehmen oder Universitäten teil. Das lässt sich gut in der U-Bahn oder während der Wartezeit beim Arzt abwickeln. Auch das Fotografieren von Produkten in Supermärkten kann eine Aufgabe sein. Nur: Microjob - Microbezahlung.

#foreverfree: Braucht man eigentlich einen festen Wohnsitz?

Ein Bankkonto eröffnen, ein Fahrzeug zulassen, Verträge  oder Versicherungen abschließen, ist ohne die Angabe eines festen Wohnsitzes oft nicht möglich. Deshalb sind viele digitale Nomaden trotz ihrer Reisen weiterhin in ihrem Heimatland gemeldet - es spart ihnen Aufwand und Papierkram. Die Meldepflicht in Deutschland regelt das Bundesmeldegesetz (BMG). Für heimische Traveler gilt: Wartet eine verfügbare Wohnung (darunter fällt auch das Zimmer bei den Eltern), die sie während ihres Aufenthaltes hierzulande nutzen, kann/muss diese als Wohnsitz angemeldet werden. Wer seinen Wohnsitz vollständig aufgibt und ins Ausland zieht, muss sich bei den Behörden abmelden.

Veröffentlicht: 21.09.2020 / Autor: Alena Brandt