Galileo WM CopyCreated with Sketch.
  1. Galileo WM CopyCreated with Sketch.Galileo
  2. Life
At-Zeichen (@) einer vintage-Schreibmaschine

Das At-Zeichen @: Was das Klammeraffen-Symbol bedeutet

Das At-Symbol @ verbindet Menschen auf der ganzen Welt. Keine E-Mail kommt ohne es aus. Auch abseits des Internets findet es Gebrauch. Hier erfährst du, wie es entstanden ist! Der Geschichte der E-Mail gehen wir im Clip nach. 
Das At-Zeichen @: Was das Klammeraffen-Symbol bedeutet
12

Das Wichtigste zum Thema At-Zeichen

  • Mönche im Mittelalter entwickelten das @-Zeichen. Es war als Kürzel für das lateinische Wort "ad" (im Deutschen "zu", "an" oder "bei") gedacht.

  • Das @-Zeichen wurde auch im mittelalterlichen Handelswesen verwendet. Vor mehr als 500 Jahren bedeutete es unter anderem auch "amphora" und bezeichnete eine standardisierte Größe für Tongefäße.

  • Seit 1971 wird das @-Zeichen verwendet, um bei E-Mails zwischen Empfänger und Computer zu unterscheiden.

  • 2010 nahm das Museum of Modern Art (MoMA) in New York das @-Symbol in die Sammlung Architektur und Design auf. Die Begründung: Sein kraftvolles Design und seine wichtige Funktion in der Kommunikation und den zwischenmenschlichen Beziehungen.

  • Im Deutschland, Polen und Südafrika wird es als Klammeraffe bezeichnet und in China als Maus. Die Franzosen und Italiener nennen es Schnecke. In Russland sieht man in dem Zeichen einen Hund, in Finnland eine eingerollte, schlafende Katze.

Die Geschichte des At-Symbols (@):

  • 💰

    1536 wurde es in einem Brief eines italienischen Händlers verwendet um Stückpreise auszuschreiben. Auch die folgenden Jahrhunderte war das @-Zeichen ein gängiges Symbol im Handelswesen.

  • 1885 wurdes es bei der Einführung auf der Tastatur der American Underwood Schreibmaschine als "commercial 'a'" - also "kaufmännisches 'a'" definiert.

  • 💻

    1971 wurde es durch den Programmierer Ray Tomlinson durch Verwendung als Trennung zwischen Adressat und Computer bei E-Mails weltbekannt.

  • 🐒

    Die umgangssprachliche Bezeichnung als "Klammeraffe" oder auch "Affenschaukel" ist auf den geschwungenen, langen Schwanz, der sich um das "a" klammert zurückzuführen.

So kam das At-Zeichen in die E-Mail

Im Schnitt erhält jede:r Deutsche 26 E-Mails pro Tag, Tendenz steigend. Die E-Mail geht auf eine Entwicklung des US-amerikanischen Informatikers Ray Tomlinson zurück. Tomlinson entwickelte das erste E-Mail Programm im ARPANET. Das steht für Advanced Research Projects Agency Network und ist der Vorläufer des heutigen Internets. Das ARPANET wurde am 28. Februar 1990 stillgelegt.

Tomlinson griff nach eigenen Angaben auf das @-Zeichen zurück, weil es das einzige Zeichen war, dass nicht in (Benutzer:innen-)Namen Verwendung finden kann. Dadurch kann klar zwischen Computer und Adressat unterschieden werden und die E-Mail landet im richtigen Postfach.

Ray Tomlinson führte das @ für Mailadressen ein.


Ray Tomlinson legte den Grundstein für die E-Mails und machte das @-Zeichen weltbekannt.
© picture alliance / AP Photo

Warum QWERTZ und nicht ABC?

Warum QWERTZ und nicht ABC?

Wer legte eigentlich die Anordnung der Buchstaben der ersten Schreibmaschine fest und was hat das mit den heutigen Tastaturen zu tun?

Wichtige Sonderzeichen: Die solltest du kennen

Und-Zeichen (&) 

Auch das &-Symbol bildete sich aus der Verschmelzung von zwei Buchstaben (Ligatur). Es entstand aus "e" und "t", die zusammen das lateinische "et", auf Deutsch "und" bilden. 

Paragraf-Zeichen (§)

Über den Ursprung des §-Symbols gibt es verschiedene Ansätze. Es wird in der Sprachforschung angenommen, dass es sich auch hierbei möglicherweise wieder um eine Ligatur von zwei "S" handelt. Bei der Bedeutung wird entweder "signum separandi" (Trennungszeichen) oder "Senatus Sententia" ("Satz des Senates") angenommen. Weitere mögliche Ursprünge des Zeichens sind das gotische "C" (ℭ) oder die ägyptische Hieroglyphe "goreh". Sie bedeutet "Ende".

Prozent-Zeichen (%)

Das %-Symbol hat sich aus dem Italienischen "per cento" ("von Hundert") entwickelt. Im 15. Jahrhundert wurde es durch ein "p" und "c" mit einem kleinen Kreis darüber abgekürzt. In seiner Bedeutung und Verwendung ist es bis heute unverändert geblieben. 

Dollar-Zeichen ($)

Das Dollar-Symbol war ursprünglich ein Gewichtszeichen für Gold und wurde später zum "Pesozeichen" als Währungssymbol. Heute wird es als universelles Währungszeichen für alle Währungen verwendet, die als Peso oder Dollar bezeichnet werden.

Bluetooth-Zeichen

Das Bluetooth-Zeichen setzt sich zusammen aus den germanischen Runen "Hagall" (ᚼ) und "Bjarkan" (ᛒ). Sie standen für die Initialen des Königs von Dänemark, König Harald "Blauzahn" (engl. "Bluetooth") Gormsson, der im 10. Jahrhundert nach Christus lebte.

Die häufigsten Fragen zum At-Zeichen (@)

  • ⁉️

    Wie drückt man At (@)?

    Klassisch wird das At-Zeichen (@) auf einer deutschen Windows Tastatur durch die Tastenkombination AltGr + Q erzeugt. Möglich ist auch Strg + Alt + Q. Bei Apples MacOS funktioniert es mit Alt + L. 

  • ⁉️

    Was bedeutet das At-Zeichen (@)?

    Das At-Zeichen (@) ist ein Sonderzeichen. Es wird bei E-Mails verwendet, sowie in diversen Onlineforen und Chats um Personen zu adressieren. Eingeführt wurde es 1971 von dem amerikanischen Informatiker Raymond Tomlinson als Trennung zwischen Adressat und Computer bei E-Mails.

  • ⁉️

    Woher kommt das At-Zeichen (@)?

    Das At-Symbol (@) wurde im Mittelalter als Ligatur aus den Buchstaben "a" und "d" entwickelt, dem lateinischen Wort für "zu". Später wurde es im Handelswesen verwendet, bis es 1971 für die Verwendung bei E-Mails weltbekannt wurde.

  • ⁉️

    Wo ist das At (@) auf der englischen Tastatur?

    Wenn das At-Zeichen (@) durch Umschalt + 2 erscheint, dann ist das amerikanische Tastatur-Layout aktiv. Durch Umschalt + Alt kannst du auf das deutsche Layout zurückwechseln. Alternativ funktioniert auch [Alt] + [6] [4].

  • ⁉️

    Wie alt ist das At-Zeichen (@)?

    Bereits vor über 500 Jahren war das At-Zeichen im Handelswesen in Verwendung. Entwickelt wurde es wohl im Mittelalter von Mönchen, damit sie schneller schreiben konnten.

Veröffentlicht: 24.01.2023 / Autor: Lars-Ole Grap