Themenseiten-Hintergrund

Apps und VR-Spiele statt Fitnessstudio? Die aktuellen Fitnesstrends im Check

Fitnesstracker und HIIT sind fast schon ein Muss für jeden Sportler. Das Angebot an Fitness-Apps wächst - und VR-Spiele sind in aller Munde. Was die Trends können, erfährst du hier.
Teaserbild: Apps und VR-Spiele statt Fitnessstudio? Die aktuellen Fitnesstrends im Check

Das Wichtigste zum Thema Fitnesstrends

  • Wearables sind der Fitnesstrend Nummer eins: Das ergab die jährliche Prognose des American College of Sports Medicine. Sie beruht auf einer Befragung von über 3.000 Fitness-Experten.

  • Kurz und hart: Platz zwei belegt das hochintensive Intervalltraining (HIIT). Mehr dazu unten.

  • Ideal für Spielkinder mit Trainingsambitionen. Virtual-Reality-Games können richtig anstrengend sein.

  • Sport daheim: Fitness-Apps und Online-Angebote boomen. Ausdauer-, Fatburner-, Cardiotraining oder Zumba - großes Angebot zu niedrigen Preisen.

  • Fitness-Influencer wie Pamela Reif (4,5 Millionen Instagram-Follower) oder Sophia Thiel animieren die Massen. Auf YouTube-Kanälen findest du unzählige Workouts.

No Pain! Just Gain! Zocke für deinen Traumbody

  • 🎲

    Virtual-Reality erobert die Fitnesswelt. Der Clou: Es handelt sich um ein Spiel. Du sportelst sozusagen nebenbei. An erster Stelle steht der Spaß.

  • 💃

    Spiele wie Beat Saber (du zerstörst Würfel mit einem Lichtschwert), Audica (Mischung aus Shooter und Rhythmusspiel), Audio Trip (Tanzen), Blade and Sorcery (du kämpfst in der Arena), PowerBeats VR (du weichst Objekten aus oder zerschlägst sie) oder Racket Fury (Tischtennis) bringen dich ins Schwitzen.

  • 🥊

    Besonders viele Kalorien verbrennst du bei den Box-Spielen "The Thrill of The Fight" und "BoxVR".

  • 👓

    Brille auf und los. Mit Handcontrollern steuerst du. Kameras im Headset oder externe Tracker analysieren, wo du dich im Raum befindest.

  • 💰

    Gängige VR-Systeme wie HTC Vive, Oculus Rift, PlayStation VR oder ein Windows Mixed Reality-Headset kosten zwischen 300 und 1.500 Euro. Grundvoraussetzung: PC oder Playstation 4.

Du willst einen Fitnesstracker? Überlege dir, welche Features du brauchst

Schrittzähler, Pulsmessung, Aktitvitätsaufzeichnung, Schlafanalyse, Kalorienverbrauch, GPS-Sensor - Fitnessarmbänder tracken dich genau. Mittels Beschleunigungssensor erkennen sie, ob du gehst, läufst oder radelst. Manuell kannst du weitere Sportarten wählen.

Eine App wertet deine Daten aus und zeigt sie übersichtlich an. Willst du deinen Puls messen, ist ein spezieller Sensor nötig. Schwimmer brauchen einen wasserdichten Tracker. Wenn du ohne Smartphone sportelst, ist GPS wichtig. Ein integrierter Musikplayer sorgt für Sound beim Sport. Ein Touch-Display zeigt dir Nachrichten, Wetter, etc. an - und natürlich deine Trainingsdaten.

Neuartige Fitnesstracker von Xiaomi (günstig), Fitbit, Samsung oder Garmin kosten zwischen 35 und 300 Euro. Wenn wir schon von Geld sprechen: Mit einigen Geräten kannst du sogar mobil Bezahlen.

Auspowern - erholen - auspowern - erholen: HIIT hat es in sich

  • 💪

    Mit hochintensivem Intervalltraining steigerst du deine Ausdauer, verbrennst Fett und sparst Zeit. Studien beweisen: Es ist effektiv.

  • 🔥

    Beim HIIT steigen die Stoffwechselaktivität und der Sauerstoffverbrauch enorm. Bis zu 72 Stunden nach dem Training verbrennst du Kalorien (= Nachbrenneffekt).

  • 🏃

    So funktioniert's: kurze, sehr intensive und anstrengende Belastungsphasen wechseln sich mit gemächlichen Erholungsphasen ab: Sprint versus Gehen, Kraulen versus Rückenschwimmen.

  • Üblich sind 15 bis 60 Sekunden Auspowern, dazwischen Pausen von der halben Zeit. Das ganze 15 bis 30 Minuten lang. Bei der Sonderform Tabata trainierst du nur 4 Minuten – 20 Sekunden hart, 10 leicht ...

  • 🏋️‍♀️

    HIIT fordert deinen Körper extrem – deutlich mehr als ein Training bei gleichmäßigem Tempo. Mehr als 2 bis 3 Trainingseinheiten sollten es pro Woche nicht sein.

  • 👨‍⚕️

    Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollten mit HIIT eher zurückhaltend sein und auf jeden Fall vorher ihren Arzt und/oder Trainer konsultieren, rät Sportwissenschaftler Prof. Stephan Geisler.

Allein zuhause oder gemeinsam im Studio? Du hast die Wahl

Fitness-Angebote fürs Smartphone den Rechner: Eine kleine Auswahl

Fitnessapps: Bodyweight Fitness, Runtastic, Pumatrac, Freeletics, 7-Minuten-Training

Online-Fitness-Portale: fitnessRAUM; Tchibo Fitness, Gymondo, My Fitness Video, fitkurs, pur-life

Wer gewinnt? Freeletics gegen Fitnesstudio

Freeletics gegen Fitnessstudio

Wer gewinnt? Freeletics gegen Fitnesstudio

Fitnessmythen: Richtig oder falsch?

  • Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten: Falsch. Der Körper verbrennt gespeichertes Fett und Kohlenhydrate (Glykogen), sobald man sich bewegt. Tatsächlich aber steigt die Fettverbrennung nach 30 Minuten Training. Der Grund: Der Körper verbrennt zuerst vor allem Kohlenhydrate und mit der Zeit immer mehr Fett.

  • Laufen schadet den Gelenken: Richtig ist, dass beim Joggen ein großer Druck auf die Gelenke entsteht. Doch beim Laufen produziert der Körper auch mehr Gelenkflüssigkeit, welche die Knorpel versorgt und das Gelenk funktionstüchtig und gesund hält. Wichtig ist aber, das Laufpensum langsam zu steigern und richtige Laufschuhe zu tragen.

  • Stretching beugt Muskelkater vor: Nein. Grund für schmerzende Muskeln sind kleine Mikrorisse. Gegen diese hilft Dehnen vor dem Sport nicht, wie eine Studie der Universität in Sydney bestätigt. Aufwärmen ist aber ein Muss.

  • Schwimmen ist gut für den Rücken: Jein. Kraulen und Rückenschwimmen sind super für den Rücken. Beim Brustschwimmen dagegen strecken viele den Kopf so weit aus dem Wasser, dass es leicht zu schmerzhaften Verspannungen kommt.

Veröffentlicht: 15.01.2020 / Autor: Larissa Melville

Noch mehr zum Staunen