Wim Hof meditiert im Schnee

Nie mehr krank? "Iceman" Wim Hof zeigt dir, wie das geht

Extremsportler Wim Hof wird nie krank. Sein Trick: extreme Kälte, bewusstes Atmen und Geduld. Das kannst du auch lernen, behauptet der "Iceman".
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Das Wichtigste zum Thema Wim-Hof-Methode

  • Die Wim-Hof-Methode setzt sich aus 3 Säulen zusammen: Kälte-Therapie, Atmung, Hingabe.

  • Wenn du deinen Körper regelmäßig der Kälte aussetzt, stärkst du Gefäße und Muskeln.

  • Bewusstes Atmen bringt mehr Energie, weniger Stress - und ein stärkeres Immunsystem. So sollen es Krankheitserreger bei dir schwerer haben.

  • Der Extremsportler ist sich sicher, dass Kälte eine heilende sowie therapeutische Kraft hat.

Wim Hofs weise Worte

Praktische Tipps vom "Iceman" selbst

  • Wie können wir uns mit der Kälte anfreunden?

  • Ich empfehle, erst warm, dann 30 Sekunden kalt zu duschen - 10 Tage lang, bis man es 2 bis 2,5 Minuten aushält. Dann kann man sich ins Eisbad oder in natürliche Gewässer trauen.

  • Wie können wir uns sonst noch abhärten?

  • Es hilft, die Füße für eine halbe Stunde in Eiswasser zu halten. 50 Push-ups pro Woche tun es auch - ohne zu atmen. Als Grundlage dient meine Atemtechnik, die sich am besten morgens auf leeren Magen anwenden lässt.

  • Ihre Worte: "Eine kalte Dusche am Tag hält den Arzt fern" (anstatt "One apple a day keeps the doctor away"). Ist eine kalte Dusche Ihr Ersatz für einen Apfel?

  • Ich bin der Meinung, dass der Mensch über den Tag verteilt zu viel isst. Ich selbst habe ein Zeitfenster von 3 Stunden, in dem ich eine Mahlzeit zu mir nehme. So wird der Stoffwechsel angekurbelt.

  • Du liebst Kälte. Hat der "Iceman" überhaupt warme Klamotten im Schrank?

  • Eigentlich schon. Trotzdem laufe ich auch im Winter nur in Shirts herum. Selbst wenn ich mal eine schöne Jacke sehe: Meiner Ansicht nach versorgt mich die Natur mit der besten Jacke.

  • Und deine Heizung - ist sie das ganze Jahr über ausgeschaltet?

  • Nein. So sehr ich die Kälte auch liebe, ich genieße es trotzdem im Warmen oder in der Sauna zu sitzen.

Das sagt Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln zu ...

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    ... Spaziergängen in der Kälte: "Es empfiehlt sich, auch mal bei ungemütlichem Wetter rauszugehen. Und: Wer sich zu dick einpackt und dadurch schwitzt, fordert sein Immunsystem nicht. Vielmehr hat leichtes Frösteln einen immunstimulierenden Effekt."

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    ... Temperaturunterschieden: "Durch Kälte verengen sich unsere Gefäße, bei Wärme weiten sie sich wieder. Das kurbelt die Durchblutung an und ist gut für das Herz-Kreislauf-System. Außerdem härten die Kältereize unseren Körper ab und stärken das Immunsystem."

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    ... dem Sprung ins kalte Wasser: "Unerfahrene sollten sich unbedingt langsam an die kühlen Temperaturen herantasten. Wechselduschen oder Kneipp-Therapien bieten sich hervorragend dafür an."

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    ... dem Effekt der Wim-Hof-Methode: "Es ist durchaus möglich, dass die Kälte-Therapie gegen Krankheitserreger abhärtet. Spezielle Atem-Techniken können zudem dem Körper helfen, zu entspannen und Stress-Hormone anzubauen. Dass dadurch jeder für immer gesund bleibt, ist aber zu bezweifeln."

Veröffentlicht: 26.12.2020 / Autor: Monika Schneider