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Gemüse und vegane Würstchen auf dem Grill

Vegan grillen: Rezepte, Tipps & Tricks für die Grill-Saison

Nicht jeder Grillabend braucht Fleisch. Ob Gemüse, Tofu, Seitan oder Linsen: Wir verraten dir Tipps und Rezepte, wie du lecker und vegan grillen kannst.
Vegan grillen: Rezepte, Tipps & Tricks für die Grill-Saison
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Das Wichtigste zum Thema vegan grillen

  • Fleischlos grillen liegt voll im Trend und das aus gutem Grund.

  • Vegan grillen ist alles andere als langweilig. Abwechslungsreiche Rezepte mit buntem Gemüse und "veganem Fleisch" sind richtig mariniert ein großer Genuss.

  • Die Fleischalternativen aus Soja, Seitan oder Linsen sind außerdem super Eiweiß-Lieferanten, lecker, gesund und machen lange satt.

  • Ciao, knurrende Mägen! Sojasteak, Grillzucchini & Co. sind ruckzuck fertig.

  • Noch nachhaltiger grillst du, wenn du auf Einweggrill und Einweggeschirr verzichtest und Verpackungsmüll vermeidest.

Vegan grillen liegt im Trend

Ob Tierschutz, Klimaschutz oder für deine Gesundheit: Vegan grillen ist nicht nur sinnvoll, sondern auch sehr lecker und super abwechslungsreich.

Ein ständig wachsendes Angebot an veganen Würstchen und Steaks macht den Verzicht auf Fleisch easy. Kombiniert mit einer großen Vielfalt an Grillgemüse, veganen Beilagen, Saucen sowie Dips und abgerundet mit frischem Obst vom Grill zauberst du so ein veganes BBQ, dem selbst Fleisch-Fans erliegen werden.

Das Geheimnis beim Grillen von Tofu & Co. sind übrigens die Marinaden: Sie sorgen ganz nach Belieben für eine asiatische, mediterrane oder rauchige Note.

Veganes Fleisch grillen: Dieser Fleischersatz eignet sich besonders gut

  • Tofu ist der Grill-Klassiker. Er muss allerdings auf jeden Fall mariniert werden, damit er gut schmeckt. Vorher auspressen nicht vergessen! Tofu kannst du im Ganzen oder in Scheiben geschnitten grillen.
  • Soja Big Steaks, lecker mariniert mit BBQ-Sauce und Liquid Smoke, kommen einem "echten" Steak im Geschmack und Struktur sehr nah.
  • Vegane Grillwürste aus Seitan kannst du mit Seitanfix und Gewürzen selber machen. Oder du kaufst sie fertig im Super- oder Biomarkt. Die Auswahl ist mittlerweile riesig und sie schmecken wie Bratwürste schmecken müssen.
  • Gemüsebratlinge und vegane Burgerpatties auf Basis von Linsen, Bohnen und Haferflocken kannst du ganz leicht selbst vorbereiten.
  • Veganes Hack ist super für würzige Ćevapčići-Spieße oder gefüllte Gemüsepäckchen.
  • Tempeh aus Sojabohnen oder Lupinen grillst du am besten in Scheiben, so wird er rundherum schön knusprig.
  • Jackfruit ist der perfekte Fleischersatz zum Grillen. Er erinnert in seiner Struktur sehr stark an Fleisch und nimmt Marinaden und Gewürze hervorragend an. Er enthält anders als Seitan, Tempeh oder Tofu zwar kaum Eiweiß, hat dafür aber deutlich weniger Kalorien.

Angeber-Tricks fürs Grillen

Angeber-Tricks fürs Grillen

Frische Luft, Sonnenschein, heiße Kohle: Da sollten auch die Grillleckereien optisch einen guten Eindruck machen. Mit ein paar Tricks von Starkoch Sascha Friedrichs verwandelt sich jedes triste Gericht in einen kleinen Gourmet-Happen.

Vegane Grillerei: Welche Gemüse-Sorten eignen sich zum veganen Grillen?

  • 🥒

    Zucchini

  • 🔥

    Paprika und Pimentos

  • 🔥
  • 🔥

    Fenchel

  • 🍠

    Süßkartoffeln

  • 🌽

    Maiskolben (vorgegart)

  • 🍅

    Tomaten

  • 🔥

    Frühlingszwiebeln

  • 🍄

    Pilze (Champignons oder etwas edler Austernpilze oder Kräutersaitlinge)

  • 🧅

    Zwiebeln

  • 🔥

    Kürbis

  • 🥕

    Karotten

  • 🥑

    Avocado

  • 🍆

    Auberginen

Grillgemüse: Wie grillt man Gemüse am besten?

  • Fast alle Gemüse kannst du in grobe Stücke geschnitten am Spieß wunderbar grillen. Klassiker sind Pilzspieße oder gemischte Gemüsespieße mit Paprika, Zwiebeln, Zucchini und Champignons.
  • In Würfel geschnitten kannst du aus verschiedenen Gemüsesorten in einer Grillschale oder einem Grillkorb aus Edelstahl eine leckere Gemüsepfanne zaubern. Einfach etwas Olivenöl und ein paar Kräuter dazu, fertig ist die vegane BBQ-Beilage.
  • Festere Gemüsesorten wir Aubergine, Paprika, Süßkartoffel oder Kürbis lassen sich sehr gut in Scheiben geschnitten grillen.
  • Viele Gemüsesorten kannst du auch im Ganzen auf den Grill legen, wie zum Beispiel Pimentos, grünen Spargel, Kirschtomaten oder Maiskolben (vorgegart).
  • Und auch bei Gemüse gilt: Die Marinade macht den Unterschied. Sei kreativ!
Gemüse auf dem Grill

Vegan grillen: Die besten Tipps & Tricks

  • 😋

    Gemüse und Fleischersatz kleben beim Grillen schnell am Rost fest. Daher: Öle das Rost mit einem hitzebeständigen und geschmacksneutralen Öl, zum Beispiel aus Raps, ein oder mariniere das Grillgut mit etwas Öl.

  • 😋

    Alufolie oder Aluminium-Schalen werden mancherorts noch immer für Grillpäckchen oder zum Unterlegen bei kleinem Grillgut empfohlen. Dabei können bei großer Hitze Bestandteile des Aluminiums ins Essen übergehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt deshalb vor Gesundheits-Schäden. Nutze stattdessen Grillschalen aus Edelstahl oder wickle dein Grillgut in Kohlblätter ein.

  • 😋

    Gerade Gemüse und Tofu sind deutlich leckerer mit einer tollen Marinade. Hier kannst du dich austoben: Scharf-süß-asiatisch, mediterran oder mit rauchiger BBQ-Note. Lass dein Grillgut für einen besonders intensiven Geschmack mehrere Stunden in der Marinade ziehen, am besten über Nacht.

  • 😋

    Das Geheimnis für ein rauchiges Aroma: Liquid Smoke. Das ist flüssiges Raucharoma, das du sehr klein dosiert in deinen Marinaden verwenden kannst.

Auberginen-Pizza

Rezept: Auberginen-Pizza vom Grill

Zutaten

ca. 15 Stück

150 gveganer Fetakäse
2 StkAuberginen
150 gKirschtomaten
100 gschwarze Oliven (ohne Stein)
2 StkKnoblauchzehen
5 ELOlivenöl
3 Zweigefrische Kräuter, z.B. Rosmarin, Oregano oder Thymian
Salz

Zubereitung

Schritt 1

Auberginen waschen und in fingerdicke Scheiben schneiden.

Schritt 2

Scheiben von beiden Seiten gut salzen und 20 Minuten auf einem großen Brett oder einem großen Teller liegen lassen. Dadurch entwässert die Aubergine etwas und verliert ihre Bitterstoffe.

Schritt 3

In der Zwischenzeit die Marinade zubereiten. Dazu Knoblauchzehen pressen oder kleinschneiden und mit einem Schuss Olivenöl verrühren. Kräuter waschen, Blättchen abzupfen und dazu geben. Rosmarin-Nadeln eventuell etwas kleinschneiden.

Schritt 4

Oliven und Tomaten in Scheiben schneiden. Veganen Fetakäse zu Krümeln zerdrücken.

Schritt 5

Nach 20 Minuten die Auberginen-Scheiben auf der Oberseite mit einem Küchentuch trocken tupfen und mit der Marinade bepinseln.

Schritt 6

Danach mit Tomaten und Oliven belegen und mit veganem Fetakäse toppen.

Schritt 7

Zum Schluss noch etwas frischen Pfeffer darüber geben und ab auf den Rost damit.

Schritt 8

Die Auberginen-Scheiben vorsichtig und langsam grillen - am besten indirekt auf einem Grill mit Deckel, damit die Auberginen-Pizza auch von oben Hitze abbekommt.

Champignon-Spieße

Rezept: Champignon-Spieße mit hausgemachter BBQ Sauce

Zutaten

4 Spieße

8 StkRiesenchampignons
8 StkSchaschlik-Spieße (lange Holzspieße)
2 ELTomatenmark
1 TLAhornsirup
1 TLDijon-Senf (grob)
1 TLPaprikapulver (edelsüß)
1 TLRapsöl

Zubereitung

Schritt 1

Champignons mit einer Pilzbürste säubern, nicht waschen.

Schritt 2

Die Stile abschneiden, sodass sie eine ebene Auflagefläche haben.

Schritt 3

Zwei Pilze übereinander stapeln und von oben nach unten mit Holzspießen zusammenstecken. Dabei einen Abstand von etwa einem Zentimeter zwischen den Pilzen lassen. Pro Tipp: Verwende pro Spieß zwei Schaschlik-Spieße nebeneinander, so kannst du sie auf dem Grill besser wenden.

Schritt 4

Für die BBQ-Sauce Tomatenmark, Ahornsirup, Senf und Paprikapulver und Öl verrühren.

Schritt 5

Pilze rundherum mit der BBQ-Sauce einpinseln und auf den Grill legen.

Schritt 6

Pilzspieße etwa 10 Minuten bei starker Hitze grillen, dabei mehrmals wenden.

Bruschetta

Rezept: Bruschetta vom Grill

Zutaten

8 Stück

1 StkCiabattabrot
1 Stkganze Knoblauchknolle
2 StkKnoblauchzehen extra
2 Stkgroße Fleischtomaten, z.B. Ochsenherzen
1 Stkkleine rote Zwiebel
5 Zweigefrischer Basilikum
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1

Für das Bruschetta-Topping Tomaten waschen, halbieren, grünen Ansatz herausschneiden und grob würfeln. In eine große Schüssel geben.

Schritt 2

Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Zu den Tomatenwürfeln geben.

Schritt 3

Die zwei einzelnen Knoblauchzehen pressen oder kleinschneiden und mit einem Schuss Olivenöl zur Tomaten-Zwiebel-Mischung geben.

Schritt 4

Basilikum waschen, Blättchen kleinzupfen und ebenfalls dazu geben.

Schritt 5

Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken, alles gut vermischen und ziehen lassen.

Schritt 6

Von der ganzen Knoblauchknolle die äußersten, losen Hautschichten mit den Fingern ablösen und die Knolle dann mit einem großen Messer quer halbieren.

Schritt 7

Mit der Schnittfläche auf den Grill legen, am besten am Rand. Der Knoblauch darf etwas Farbe bekommen, sollte aber nicht verbrennen.

Schritt 8

Ciabattabrot in dicke Scheiben schneiden und sie auf dem Grill kurz von beiden Seiten anrösten.

Schritt 9

Nach 5 bis 7 Minuten Knoblauch vom Grill nehmen und die gegrillten Brotscheiben mit der Schnittfläche einreiben.

Schritt 10

Je 2 bis 3 EL Bruschetta-Topping auf die Brotscheiben geben und genießen.

Nachhaltig grillen - auch unterwegs

  • Besonders klimafreundlich grillst du, wenn du regionale und saisonale Zutaten verwendest.
  • Wenn du mit Holz­kohle grillst, solltest du auf die Siegel von FSC, PEFC oder Naturland achten.
  • Nachhaltiger grillen geht mit Holzkohle-Alternativen aus Olivenkernen, Weinreben oder Maiskolben, da sie aus landwirtschaftlichen Abfällen produziert werden und beim Verbrennen weniger Kohlenmonoxid freigesetzt wird.
  • Zum Anzünden kannst du statt chemischem Grillanzünder einen zerkleinerten Eierkarton, Holzwolle mit Wachs oder flüssige Grill­anzünder auf pflanzlicher Basis nutzen.
  • Gasgrills werden mit fossilem Butan oder Propangas betrieben, sind also nicht besonders nachhaltig. Ein Elektrogrill - mit Ökostrom betrieben - produziert am wenigsten CO2, ist allerdings nichts für unterwegs.
  • Einweg-Grills sind ein No-Go! Wenn du häufig unterwegs oder im Park grillst, schau dich nach einem Grilleimer oder mobilen klapp- bzw. faltbaren Grill um. Den kannst du einfach im Rucksack, Fahrrad-Anhänger oder Bollerwagen transportieren und hast viele Jahre Spaß damit.
  • Investiere in einen Picknick-Korb oder Camping-Geschirr. Damit kannst du sehr viel Einweg-Geschirr und Einweg-Besteck sparen. Auch die Plastikbecher und -teller deiner Kids eignen sich super für unterwegs.
  • Sharing is caring: Wenn du dir das Grill-Equipment mit Freund:innen teilst, sind die Anschaffungskosten für jede:n überschaubar.
  • Wenn du im Park grillst, nutze die aufgestellten Tonnen für deinen Müll oder bring dir einfach eine Mülltüte mit und nimm die Verpackungen wieder mit nach Hause. Alternativ bringst du dein Grillgut schon fertig vorbereitet in Frischhalte-Dosen mit.

Häufige Fragen zum veganen Grillen

  • ⁉️

    Was kann man alles vegan grillen?

    Fleischersatzprodukte aus Tofu, Seitan oder Jackfruit sind neben verschiedenstem Gemüse perfekt für ein veganes BBQ. Beliebt sind vor allem Zucchini, Paprika, Auberginen und Pilze. Aber auch Tomaten, Süßkartoffeln, Möhren oder Fenchel sind sehr lecker vom Rost. Selbst Obst lässt sich für das Dessert super grillen.

  • ⁉️

    Wie schmeckt vegane Wurst?

    Wie Wurst eben schmecken muss. 😉 Die Fleischalternativen sind in den letzten Jahren wirklich lecker und vielfältig geworden. Vermutlich merkst du den Unterschied zwischen einem veganen und einem "echten" Würstchen nicht, wenn du reinbeißt.

  • ⁉️

    Wie gesund ist vegane Wurst?

    Vegane Würstchen bestehen überwiegend aus Seitan oder Soja. Die pflanzlichen Eiweiße werden kombiniert mit guten pflanzlichen Fetten, zum Beispiel aus Raps, und sind gut für deinen Cholesterinspiegel. Wurstalternativen haben teils deutlich weniger Kalorien als "normale" Wurst. Vegane Wurst ist jedoch industriell verarbeitet und enthält Gewürze, Aromen, Salz und Zucker in teils recht hohen Mengen. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser.

  • ⁉️

    Was ist Seitanfix?

    Seitan wird aus dem Klebe-Eiweiß im Weizen (Gluten) hergestellt. Seitanfix ist Gluten in Pulverform. Es wird mit Wasser oder Gemüsebrühe sowie nach Belieben mit Gewürzen oder Kräutern angerührt. Nach etwa 30 Minuten ist die Mischung zu einer kompakten Masse gequollen, die nun noch für 20 bis 30 Minuten im kochenden Wasser gegart wird. Danach kann der Seitanblock wie Fleisch verarbeitet werden.

Veröffentlicht: 13.05.2022 / Autorin: Katja Schulz