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Bitte mitessen: Die Kerne der Wassermelone brauchst du nicht auszuspucken.

Von Melone bis Papaya: Welche Obstkerne du mitessen kannst

Viele Obstkerne kann man mitessen - oft sind sie sogar gesund. Doch es gibt auch Obstkerne die Amygdalin enthalten, das zu giftiger Blausäure wird. Wir verraten dir, ob du Melonenkerne, Aprikosenkerne etc. essen darfst. Im Clip: So machst du Pfefferkörner aus Papayakernen.  
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Kernobst, Steinobst und Sammelsteinfrüchte haben unterschiedliche Kerne

  • Bei Kernobst handelt es sich um Früchte, die im Inneren ein Kerngehäuse mit verschiedenen Kammern besitzen. Dazu gehören zum Beispiel Äpfel, Birnen und Quitten.

  • Steinobst hat dagegen nur einen einzigen harten Kern, den die Frucht ummantelt. Dazu zählen unter anderem Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen.

  • Himbeeren und Brombeeren gehören zu den Sammelsteinfrüchten. Wenn du genau hinsiehst, erkennst du, dass sie aus vielen kleinen Steinfrüchten (mit Kern) bestehen.

  • Viele Kerne enthalten gesunde Pflanzenstoffe, mit denen du deinem Körper etwas Gutes tust. Aber Achtung: Es gibt auch giftige Obstkerne. Diese enthalten oft den Stoff Amygdalin, der im Körper zu giftiger Blausäure umgewandelt wird.

  • Welche Obstkerne gesund sind, wie du sie zubereitest und welche du lieber nicht essen solltest, verraten wir dir jetzt.

Wassermelonenkerne, Papayakerne und Co.: Diese Kerne kannst du mitessen

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    Wassermelonenkerne sind wahre Vitamin-Booster: Wenn du sie zerkaust, profitiert dein Körper von Vitamin A, Vitamin C, Folsäure, Magnesium, Eisen, ungesättigten Fettsäuren und Proteinen. Sie wirken aufgrund ihrer Ballaststoffe zudem verdauungsfördernd. Wassermelonenkerne essen ist somit sogar gesund. Tipp: Aus den Melonenkernen wird eine leckere Knabberei, wenn du sie erst aus der Wassermelone pullst, dann trocknest und anschließend in einer Pfanne oder im Backofen mit etwas Öl und Salz röstest. Auch lecker als Crunch in Suppen oder beim Backen. Oder: Kerne in den Mixer zum Smoothie geben.

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    Papayakerne essen? In Asien ist das ganz normal. Die Kerne schmecken leicht scharf und sind gesund. Sie unterstützen die Verdauung, bekämpfen Darm-Parasiten und kurbeln den Stoffwechsel an. Tipp: Papayakerne kannst du trocknen und gemahlen als Pfeffer-Ersatz verwenden. Dafür entnehme die Kerne aus der Papaya mit einem Löffel, breite sie auf einem Backblech aus und gib sie bei 50 Grad für 2 bis 3 Stunden in den Backofen.

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    Apfelkerne bergen sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe. Ihr Geschmack erinnert an Marzipan. Gut zu wissen: Apfelkerne enthalten auch Amygdalin, sind also an und für sich giftig. Du müsstest davon jedoch sehr viele essen (und sie zerkauen), um eine Vergiftung zu bekommen. Das Gleiche gilt für Birnenkerne.

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    Es gibt Traubensorten ohne Kerne - aber die "mit" sind gesünder. Die Traubenkerne enthalten sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide), die entzündungshemmend, antioxidativ sowie keimtötend wirken. Deshalb ist auch Traubenkern-Öl so gesund. Zudem ist es reich an ungesättigten Fettsäuren.

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    Ob Orangen, Zitronen oder Grapefruits: Wenn du mal einen Kern einer Zitrusfrucht runterschluckst, musst du dir keine Sorgen machen. Giftig sind sie nicht, lecker aber auch nicht.

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    Bei Himbeeren, Erdbeeren und Co. sind die Kerne so klein, dass du sie automatisch mit isst. Hier kein Problem! Und auch bei Kiwis kannst du die kleinen Kerne einfach mitessen.

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    Gewusst? Du kannst auch Bananenschalen essen - das ist sogar gesund und es gibt viele Zubereitungsarten (Kochen, Backen, Braten, Einlegen).

Kerne von Steinobst: Vorsicht vor Amygdalin und Blausäure

Kerne von Steinfrüchten wie Aprikosen, Pfirsichen, Kirschen, Pflaumen oder Mangos enthalten den Stoff Amygdalin - ein cyanogenes Glykosid, das in deinem Körper in giftige Blausäure umgewandelt wird. Es drohen schwere Vergiftungen mit Krämpfen, Erbrechen und Atemnot. Bei größeren Mengen kann man infolge einer Atemlähmung sterben.

Aprikosenkerne essen? Bitte nicht! Schon der Verzehr weniger bitterer Aprikosenkerne oder Mandelkerne kann zu Vergiftungs-Erscheinungen führen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Sind Kirschkerne giftig? Jein. Auch Kirschkerne enthalten Amygdalin, doch wenn du sie mal aus Versehen ganz runterschluckst, ist das nicht so schlimm. Du scheidest sie ein paar Tage später unversehrt aus.

Finger weg, heißt es auch bei Avocado-Kernen

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    Avocado-Kerne enthalten den Bitterstoff Persin, eine giftige Fettsäure-Verbindung, die für Tiere sogar tödlich sein kann.

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    Also ab in die Tonne mit dem Avocado-Kern - oder in die Erde, wenn du ein Avocado-Bäumchen züchten willst.

Granatapfel, Maracuja und Passionsfrucht: Hier spielen die Kerne die Hauptrolle

Granatapfel - ein Superfood

Wie man den Granatapfel auf bekommt (ohne alles einzusauen) und warum er ein echter Jungbrunnen ist, erfährst du im Clip.

Kürbiskerne: gesund und lecker

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    Kürbiskerne enthalten wertvolle Antioxidantien, helfen bei Blasen-Problemen, können Männer möglicherweise vor Prostata-Krebs schützen und dank viel Zink die Spermien-Qualität verbessern. Mehr Kürbiskerne zu essen, ist also eine gute Idee. Besonders lecker sind die Kerne geröstet.

Kürbiskerne rösten - ein einfaches Rezept

  • Lege die Kürbiskerne am besten über Nacht in Salzwasser ein, damit sie sich vom Fruchtfleisch lösen.
  • Im Sieb abgießen und restliches Fruchtfleisch abspülen.
  • Die Kürbiskerne trocknen lassen. Dazu breitest du sie am besten auf einem Küchenpapier aus.
  • Dann Kerne in eine Schüssel geben und mit etwas Olivenöl und Salz, nach Belieben auch noch mit Curry oder scharfer Paprika, würzen.
  • Abschließend die Kerne auf einem Backblech bei 160 Grad für etwa 20 Minuten im Ofen rösten. Dabei immer wieder wenden.

Kürbiskerne: Nährwerte pro 100g

  • Kalorien: 598
  • Fett: 48 Gramm
  • Eiweiß: 37 Gramm
  • Kohlenhydrate: 1,3 Gramm
  • Ballaststoffe: 6 Gramm

Kürbiskerne aus dem Kürbis bekommen

Wie bekommt man am besten die Kerne und die Fäden aus dem Kürbis heraus? Traditionell mit dem Löffel oder mit einem speziellen Life-Hack aus dem Internet? Wir haben es getestet.

Kinder-Mythos: Wächst im Bauch ein Baum?

"Schluck bloß nicht die Kerne runter, sonst wächst in deinem Bauch ein Baum!"

Diesen Spruch hast du schon als Kind nicht geglaubt, oder? Stimmt auch nicht! Die Magensäure sorgt dafür, dass Obst und Gemüse im Magen nicht keimen kann. Außerdem scheidest du alles, was du gegessen hast, in 2 bis 4 Tagen wieder aus. So schnell wächst kein Baum!

Obstkerne mitessen - die wichtigsten Fragen

  • ⁉️

    Welche Obstkerne kann man mitessen?

    Man kann nicht von allen Obstsorten die Kerne mitessen. Von diesen Sorten allerdings schon: Papaya, Wassermelone, Trauben, Zitrusfrüchte, Feige, Erdbeere, Kiwi, Granatapfel, Maracuja und Passionsfrucht. Bei Birnen und Äpfeln schadet es dir auch nicht, wenn du mal ein paar kleine Kerne mit isst - aber viele sollten es nicht sein.

  • ⁉️

    Welche Obstkerne sind ungesund?

    Generell sind Obstkerne von Steinobst/Steinfrüchten wie Aprikosen, Pfirsichen, Kirschen, Pflaumen oder Mangos ungesund - ja sogar giftig. Denn die Kerne der Steinfrüchte enthalten den Stoff Amygdalin (ein cyanogenes Glykosid), das im Körper in giftige Blausäure umgewandelt wird. Es drohen schwere Vergiftungen, die bei größeren Mengen sogar tödlich enden können.

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    Kann man die Kerne von Steinobst mitessen?

    Nein, Kerne von Steinobst kann man nicht mitessen! Die Steinobst-Kerne enthalten das cyanogene Glykosid Amygdalin. Das wird im menschlichen Körper durch Enzyme in giftige Blausäure umgewandelt. Schwere akute Vergiftungen mit Krämpfen, Erbrechen und Atemnot sind die Folge. In hoher Dosis kann Blausäure sogar tödlich sein.

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Veröffentlicht: 01.08.2021 / Autor: Ischta Lehmann