Brasilien stoppt riesige Öl-Bohrungen, um die unberührte Schönheit des Amazonas' zu retten
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Brasilien stoppt riesige Öl-Bohrungen, um die unberührte Schönheit des Amazonas‘ zu retten

vor 2 Monaten

Brasilien steckt – noch – voll unberührter Natur. Damit meinen wir nicht nur den Regenwald, sondern auch das Mündungsgebiet des Amazonas. Dort befindet sich eine zauberhafte Wunderwelt, die kurz davor war, zerstört zu werden. Doch diese Projekte wurden gestoppt – fürs Erste.

Ein Erfolg für Mutter Natur! Erst im Februar haben wir darüber berichtet, dass Wissenschaftler eine fantastische Wunderwelt unter der Amazonas-Mündung entdeckt haben. Das Korallenriff befindet sich in 220 Metern Tiefe und erstreckt sich über 1.125 Kilometer Länge. Die Freude über diese überraschende Entdeckung (normalerweise braucht ein Riff salziges Wasser und viel Sonnenlicht; hier haben wir aber einen schlammigen, braunen Fluss) war zwar groß, hielt aber nicht lange.

Das Problem: In nur acht Kilometern Entfernung gibt es eine Bohrinsel. In dem Gebiet werden reiche Ölvorkommen vermutet und das Riff sitzt direkt da drauf. Der Ölriese Total wollte davon natürlich etwas abhaben. Das wird jetzt aber nichts, denn IBAMA, Brasiliens Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen, hat das nun untersagt. Denn es konnten keine zufriedenstellenden Prognosen vorgelegt werden, welche Auswirkungen die Bohrungen auf das Riff hätten.

Aber das ist nicht die einzige gute Nachricht: Ende August noch machte Brasiliens Präsident Michel Temer negative Schlagzeilen, als er ein Naturschutzgebiet von der Größe Dänemarks zum Bergbau freigegeben hatte. Dabei ging es um den 46.000 Quadratkilometer großen Reserva Nacional do Cobre e Associados. Vermutet werden dort große Vorkommen an Gold und anderen Mineralien. Er wollte damit Arbeitsplätze und besseres Einkommen schaffen.

Aber auch das wurde jetzt von einem Gericht unterbunden. Denn nur das ganze Parlament könne den Schutzstatus aufheben. Damit wurden zumindest für den Moment Massen an dichtem Regenwald, eine riesige Tierwelt und indigene Völker geschützt.

Das sind doch endlich mal gute Nachrichten für den Amazonas.

Der Fluss ist aber nicht nur Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, sondern auch für Menschen. Ganze Dörfer leben auf und vom Fluss. Wir haben sie besucht und uns ihren Alltag angeschaut:

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