So baust du dir selbst eine Virtual Reality Brille

So baust du dir selbst eine Virtual Reality Brille

vor 3 Jahren

Ab Montag heißt es bei uns: Virtual-Reality-Woche! Jeden Tag gibt es Galileo Beiträge in VR und 360 Grad. Das bedeutet: Ihr könnt euch wie in der Realität im Beitrag umsehen – den Blickwinkel selbst aussuchen.

Für die perfekte virtuelle Realität braucht ihr eine Brille, die euer Smartphone zum VR-Erlebnis macht. Aber wo kriegt man die auf die Schnelle noch her und das für nur ein paar Euro? Und wo liegen Unterschiede bei den günstigen Brillen? Wir klären euch auf:

Für die teuersten VR-Brillen kann man mehrere hundert Euro ausgeben. Diese Hightech-Produkte funktionieren in Kombination mit einem leistungsfähigen PC.  Manche Smartphonehersteller bieten Brillen rein für ihre Modelle an. Wir haben uns heute nur mit günstigen Brillen beschäftigt, die zusammen mit jedem neuen Handy zur VR-Brille werden.

Hier im Beitrag haben wir drei einfache Modelle für euch getestet:

Die Beschaffungswege

Für die Kurzentschlossenen muss es jetzt schnell gehen. Montag läuft bei uns der erste Beitrag in 360 Grad – bis dahin braucht ihr eine Brille. Aber wo bekommt man die her? Hier sind drei Wege:

  1. Der Klassiker: das Internet. Diverse Modelle (einige für weniger als 20 Euro) können von Versandhändlern innerhalb eines Tages geliefert werden.
  2. Für die Internet-Shopping-Muffel: Die wirklich günstigen Brillen sind in Geschäften nicht so leicht aufzutreiben. Elektrofachläden haben diese meist höchstens in einzelnen Filialen vorrätig. In verschiedenen Spielzeugwarenläden bekommt ihr allerdings Brillen für unter 30 Euro.
  3. Für die Tüftler: Ihr könnt euch euer Cardboard (also eure Brille aus Pappe) auch selbst basteln. Und wenn ihr die benötigten Bastelutensilien schon Zuhause habt, wird es noch günstiger.

Wie bastle ich mir mein eigenes Cardboard?

Im Netz stehen sowohl von Hobbybastlern als auch von erfahrenen Unternehmen Schablonen und Bastelvorlagen für verschiedene Brillen zur Verfügung. Es gibt von Google sowohl eine Anleitung für die neuere Version der Papp-VR-Brille als auch eine Schablone für die ältere Version.

Viele Cardboard-Hersteller orientieren sich an dieser Vorlage und bekommen eine Zertifizierung, wenn sie die von Google vorausgesetzten Standards erfüllen.

Wir haben uns mit der Bastelvorlage der älteren Version auseinandergesetzt. Diese war für uns im Vergleich zur neueren Version leichter nachzumachen. Aber Achtung! In diese Brille passen nur Handys bis circa fünf Zoll.

Virtual-Reality-Woche

Was ihr dazu braucht:

  • Grundbestandteil der Brille ist dünne Wellpappe. Wir haben alte Versandverpackungen benutzt. Wichtig: Sie sollte möglichst dünn sein. Sonst wird die Brille ungenau.
  • Außerdem braucht ihr einen Gummi, den ihr später um die vordere Klappe der Brille legen könnt. Er dient als Widerstand, damit das Handy vorne nicht herausrutscht.
  • Ein bisschen Klettverschluss hilft, dann könnt ihr die vordere Klappe beliebig öffnen und schließen.
  • Es gehören auch zwei Magnete dazu. Der eine nennt sich Neodym-Magnet, hat ein Loch in der Mitte, damit der Finger die Taste besser bewegen kann und ist der stärkere von beiden. Der andere Part nennt sich Ferrit-Magnet. Die bekommt ihr im Internet oder im Fachhandel.
  • Was ihr ziemlich sicher nicht Zuhause habt: Die passenden Linsen. 25 mm Durchmesser sollten sie haben und sind ebenfalls von Versandhändlern über Nacht lieferbar.
  • Und zum Basteln: Schere, Cuttermesser, Klebestift und Klebeband.

Tipp: Wer nicht versteht, wie die ausgeschnittenen Teile zusammenpassen: YouTube-Clips helfen weiter.

Und hier noch ein paar Tipps für den Kauf des richtigen Cardboards:

Der richtige Schalter

Virtual-Reality-Woche

Kurz vorweg: Für die Galileo-VR-Woche braucht ihr gar keinen Schalter. Die Filme starten in der App und ihr müsst dann einfach nur noch zuschauen.

Wollt ihr abseits unserer Woche allerdings noch mehr VR genießen, könnten die Schalter interessant werden. Damit habt ihr nämlich die Möglichkeit, das Handy zu bedienen, während es in der Brille steckt. So kann der Nutzer zum Beispiel in Menüs Auswahlen treffen oder in Spielen interagieren.

Wir haben uns mit zwei verschiedenen Schaltern auseinandergesetzt, einem Magnet- und einem Kippschalter:

Der Magnetschalter ist oft Teil der alten und kleineren Papp-Brillen-Version, mit der wir uns befasst haben. Auch weil diese Brille eben keinen Kippschalter hat, können wir sie leichter nachbauen. Der Nachteil: Der Magnetschalter funktioniert nicht immer so, wie er soll. Eigentlich ist vorgesehen, dass der Magnet mit einem Sensor im Smartphone kommuniziert – dem Magnetometer oder auch e-Kompass. Dieser ist im Handy aber nicht immer an derselben Stelle verbaut und reagiert deshalb nicht immer. Oder er ist schlicht nicht vorhanden. Google selbst empfiehlt den Magnetschalter mittlerweile nicht mehr.

Die zweite Möglichkeit, um sein Handy in der Brille bedienen zu können: Ein Kippschalter. Dieser simuliert mechanisch das Fingertippen auf dem Bildschirm und ist eine recht zuverlässige Variante. Beim Kauf eines Cardboards empfehlen wir euch diesen.

Die Linsen

Es gibt große Linsen und es gibt kleinere Linsen. Aber sind die großen Linsen eigentlich in jedem Fall besser? Experten sagen: nein.

Aber warum gibt es große und kleine Linsen? Durch die Mitte der Linse lässt es sich am besten sehen. Durch die bikonvexe Wölbung wird die Linse zu den Seiten hin dünner. Sieht der Brillenbesitzer an den Rändern der Linse hindurch, um an den Außenseiten eines Videos etwas zu erkennen, kann das Bild verzerrt wirken. Je größer die Linse ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr durch den mittleren Teil schaut. Dieser Effekt ist aber minimal.

 

Jetzt seid ihr neugierig, was euch ab Montag erwartet? Das hier:

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