Forscher entdeckt Vampir-Ameise mit Metallhorn
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Forscher entdeckt Vampir-Ameise mit Metallhorn

vor 2 Monaten

Da stellen sich doch jedem die Nackenhaare auf. Riesenklauen und ein Horn aus Metall – die Killerameise aus der Unterwelt. Klingt wie ein Scherz? Das könnte man jedenfalls meinen. Doch diese Ameise gab es wirklich.

Kürzlich entdeckte der Forscher Phillip Barden vom Institute of Technology aus Newark eine neue Ameisenspezies: Linguamyrmex vladi – die sogenannte Vampir-Ameise. Sie trägt ihren Namen nicht zu Unrecht – denn anhand ihrer einzigartigen Anatomie wirkt diese Ameise wie ein dämonisches Wesen. Ihre nach oben gerichteten Klauen dienen der Essensaufnahme und bestehen teilweise aus Metall. Genauer gesagt beinhalten sie Zink und Eisen, das macht sie besonders widerstandsfähig.

Wenn sie ihr Mundwerk nach oben bewegte, so bildete sich eine Art Rinne. Das diente dazu, das Insektenblut ins Innere der Ameise zu transportieren. Neben der Ameise fand man eine konservierte Käfergruppe, die einen vampirischen Lebensstil begünstige: Das sind Insekten, die viel Blut in sich tragen.

Zudem hat die Ameise ein ziemlich großes Horn auf dem Kopf. Dieses war dazu da, der Beute den Rest zu geben, während sie in den schaufelartigen Unterkiefern der Ameise um ihr Leben kämpfte. Keine lebendige Ameise hat heutzutage solche Waffen. CT-Scans zeigten, dass das Horn ebenfalls Metall enthielt.

Die Ameise wurde in einem 98-Millionen alten Bernstein gefunden. So sieht das Fossil aus:

Ziemlich unheimlich, oder? Aber auch faszinierend. In diesem Video seht ihr weitere ungewöhnliche Wesen, die die Evolution hervorgebracht hat.

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