Letztes Jahr strandeten massenweise Wale an unseren Küsten - Schuld sind die Sterne
Nationalpark Wattenmeer

Letztes Jahr strandeten massenweise Wale an unseren Küsten – Schuld sind die Sterne

vor 3 Wochen

Anfang des Jahres 2016 ereignete sich an den Küsten Nordeuropas eine mysteriöse Tragödie: Unzählige junge Pottwale schwammen ohne einen ersichtlichen Grund viel zu nah an die Küsten, strandeten dort und starben. Bis jetzt konnten sich die Forscher nicht erklären, warum dies passierte, doch jetzt haben sie die Antwort auf ihre Frage gefunden. 

29 Pottwale strandeten im vergangenen Jahr an der Stränden von Deutschland, Holland, Großbritannien und Frankreich. Bei den Tieren handelte es sich ausschließlich um Männchen zwischen zehn und 15 Jahren, weswegen die Forscher schnell der Meinung waren, dass es sich hier um eine Herde handelte, die bis zum Zeitpunkt ihrer Geschlechtsreife zusammen auf Nahrungssuche ging.

Starben die Tiere also, weil sie sich aufgrund von Nahrungsmangel zu nahe an die Küsten gewagt hatten? Dieser Aspekt ließ sich schnell ausschließen, denn zum Zeitpunkt ihres Todes hatten alle 29 Tiere ausnahmslos randvoll gefüllte Mägen. Doch weswegen schwammen die Tiere dann so nah an die Strände?

Jetzt haben Forscher den wahren Grund herausgefunden: In International Journal of Astrobiology veröffentlichten sie eine Studie, in der sie herausgefunden hatten, dass zum Todeszeitpunkt der Wale ungewöhnlich helle Polarlichter über dem Norden von Norwegen zu sehen waren. Die starken Lichter entstanden durch eine gewaltige Sonneneruption, die außerdem dafür verantwortlich war, dass das Magnetfeld der Erde gestört wurde.

Für die Wale hatte das fatale Folgen, denn sie orientieren sich vor allem bei langen Wanderungen am Magnetfeld der Erde. Als dieses durch die Sonneneruption gestört wurde, wurde auch der Orientierungssinn der Wale durcheinander gebracht. Im offenen Meer ist das normalerweise kein Problem, denn nach wenigen Tagen regeneriert sich das Magnetfeld und die Wale können ihre Richtung korrigieren. An den Küstengebieten vor Nordeuropa war es dafür allerdings schon zu spät. Die Wale schwammen direkt auf die Küsten zu, strandeten dort und starben.

Eine wirklich traurige Geschichte, allerdings entwickeln immer mehr Tierschutzorganisationen Programme, die Wale in Küstennähe schon vorzeitig erkennen und solche Massenstrandungen verhindern können. Hoffentlich können die Wale dadurch in Zukunft vor diesem schlimmen Schicksal geschützt werden.

Auch dieser Wal wurde vor dem Tod gerettet. Er hatte sich in einem Fischernetz verfangen, doch er konnte zum Glück befreit werden. Sieh dir hier die spektakuläre Rettungsaktion an: 

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