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Plötzlich wieder da: die verschwundene Geisterstadt Epecuén

Nach 30 Jahren taucht die Geisterstadt Epecuén wieder auf. Wir haben ihren einzigen Bewohner getroffen. Plus: weitere gruselige Citys, die du besuchen kannst.
Teaserbild: Plötzlich wieder da: die verschwundene Geisterstadt Epecuén

Das Wichtigste zum Thema Geisterstadt Epecuén

  • Villa Epecuén war eine kleine Stadt (etwa 1.500 Einwohner) in Argentinien, rund 600 Kilometer von Buenos Aires entfernt.

  • Der Lago Epecuén machte die Kleinstadt zu einem berühmten Kurort: Das Wasser mit dem hohen Salzgehalt hatte angeblich eine therapeutische Wirkung. Bis zu 25.000 Touristen kamen jährlich.

  • Am 10. November 1985 zerstörte eine Naturkatastrophe die Idylle. Wochenlang regnete es außergewöhnlich stark. Der Damm, der die Stadt vom See trennte, brach ein.

  • Innerhalb weniger Stunden war ganz Villa Epecuèn überflutet. Einwohner und Touristen flüchteten panisch - wie durch ein Wunder starb niemand.

  • Seit 2009 gehen die Niederschläge zurück, sodass sich das Wasser allmählich zurückzog.

  • Die Stadt ist seither als Trümmerhaufen wieder sichtbar: Ruinen mit einer dicken Schlamm- und Salzschicht erinnern an den Katastrophentag.

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Was ist eigentlich ein Lost Place?

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    Als Lost Place gilt ein Ort, der im Laufe der Jahre in Vergessenheit geraten und menschenleer ist. Das können (historische) Gebäude, Industriestätten, Militäranlagen oder Gebiete sein. Oft wurden sie von der Natur zurückerobert.

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    Gerade weil diese Orte nicht instandgehalten werden, zeichnet sie morbider Charme aus. Viele Lost Places sind daher gefragte Fotomotive.

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    Aber Achtung: Die verlassenen Orte sind nicht gesichert. Sie allein zu besuchen, kann für dich lebensgefährlich sein!

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    Auch wenn viele Lost Places ausgestorben wirken, gehören sie in der Regel jemandem. Heimliches Betreten ist somit verboten. Am besten vorab eine Genehmigung einholen.

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    Für bekannte Lost Places, wie etwa den Teufelsberg (ehemalige Abhörstation der US-Streitkräfte) in Berlin, gibt’s oft auch Führungen.

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    Respekt, bitte! Müll hinterlassen, Diebstahl oder Zerstörung sind absolute No-Gos.

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    It's denglisch! Den Begriff "Lost Place" benutzt im Englischen eigentlich keiner. Verlassene Orte heißen eher „abandoned premises“.

Veröffentlicht: 15.04.2020 / Autor: Alexander Duebbert