Lost Place Horror-Weihnachtspark in Brasilien-2

Festlich? Gruselig! Der Horror-Weihnachtspark in Brasilien

Der brasilianische Freizeitpark Albanoel sollte einst für weihnachtliche Stimmung sorgen, doch inzwischen sorgt er nur noch für Gänsehaut. Wir verraten, was da passiert ist. Dazu gibt's die Must-sees für Rio de Janeiro - für die neue Reise-Zeit nach Corona.

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Das Wichtigste zum Thema Park Albanoel

  • Der ehemalige Themenpark befindet sich in der Nähe von Itaguaí, einer Großstadt im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro.

  • Gegründet wurde der rund 30 Quadratkilometer große Park 1988 von dem Politiker Albano Reis. Er war vielen Brasilianern als Weihnachtsmann von Quintino (Stadtviertel in Rio de Janeiro) bekannt und bekam daher den Spitznamen "Papai Noel de Quintino".

  • In Spitzenzeiten besuchten täglich mehrere tausend Gäste die weihnachtlich gestaltete Freizeit-Anlage - mit Attraktionen wie der Wasserrutsche und den Rentier-Schaukeln. Der Eintritt war frei.

  • 2004 wurde Albano Reis vor dem Gelände von einem Auto angefahren und starb. Seither ist der Park geschlossen.

  • Verblichen, zerbröckelt, umgestoßen: Die Weihnachtsmänner im Grünen verbreiten keine festliche Stimmung mehr. Die verfallenen Figuren erinnern vielmehr an ein Gruselkabinett.

  • Inzwischen ist der Lost Place ein beliebtes Ziel unter "Dark Tourists" und Abenteurern. Auch Paintball-Spieler kommen gern vorbei.

Der Geisterbahnhof im brasilianischen Dschungel

Hier fährt kein Zug mehr: Die "Ghost Station" befindet sich rund 60 Kilometer außerhalb von São Paulo. Inmitten des tropischen Regenwaldes, der sich über das Küstengebirge Serra do Mar erstreckt.

Das Dorf Paranapiacaba wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von der São Paulo Railway Company gegründet. Zu der Zeit baute das britische Unternehmen eine Eisenbahnstrecke, um Personen und Güter (vor allem Kaffee) aus der Region zum Hafen von Santos - dem größten Brasiliens - transportieren zu können. Rund 4.000 Arbeiter ließen sich mit ihren Familien in der "Firmen-Stadt" nieder.

Die größte Errungenschaft war eine Bergbahn, die die steilen Anstiege meistern konnte. Jahrzehnte später allerdings hatte die "Funicular" aufgrund des technischen Fortschritts ausgedient. Die letzte "Arbeitsfahrt" fand 1982 statt. Danach gab es noch vereinzelte Touren für Touristen. Seither liegt der Bahnhof im Dschungel brach.

Paranapiacaba


Endstation: Im brasilianischen Dorf Paranapiacaba rosten die Züge, die einst für die São Paulo Railway Company verkehrten, vor sich hin.
© Getty Images

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5 Dinge, ohne die man in Brasilien nicht leben kann

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Sonne, Strand und Samba - so kennen wir Brasilien. Doch in dem Land gibt es noch durchaus mehr zu entdecken. "Galileo" zeigt, auf welche 5 Dinge Brasilianer im Alltag nicht verzichten können.

So schmeckt Brasilien: 5 Spezialitäten

  • 🍲

    Moqueca ist eines der bekanntesten Gerichte des Landes. Traditionell wird der Fisch-Eintopf mit Kokosmilch, Palmöl und Tomaten zubereitet.

  • Cafézinho nennt sich der "kleine Kaffee". Ein kräftiger, meist stark gesüßter Espresso, den die Brasilianer zu jeder Tageszeit trinken.

  • 🍬

    Cajuzinhos versüßen das brasilianische Leben. Die Zutaten der Pralinen: süße Kondensmilch, Erdnüsse, Cashews, Zucker.

  • 🍹

    Cachaça hat es in sich, der Alkohol-Gehalt beträgt mindestens 38 Prozent. Die Spirituose aus Zuckerrohr-Saft fehlt in keinem "echten" Caipirinha.

  • 🍖

    Churrasco bezeichnet in Brasilien auf einer Churrasqueira gegrilltes Fleisch (mit grobem Salz gewürzt). Der Name bezieht sich auf das Zischen, das zu hören ist, wenn das Fett ins Feuer tropft.

Veröffentlicht: 23.12.2020 / Autor: Heike Predikant