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Bermuda Dreieck: Was ist dran an der Legende um das Teufelsdreieck?

Über das Bermuda Dreieck kursieren wilde Schauergeschichten. Doch wie viel Wahrheit steckt hinter dem Mythos um das rätselhafte Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen im sogenannten Teufelsdreieck? Hier erfährst du es.
Teaserbild: Bermuda Dreieck: Was ist dran an der Legende um das Teufelsdreieck?

Bermuda Dreieck: Die wichtigsten Fakten

  • Die wichtigste Frage zuerst: Wo liegt das Bermuda Dreieck? Das "Teufelsdreieck" befindet sich zwischen Süd-Florida, Puerto Rico und den Bermuda-Inseln im Atlantik.

  • In diesem Seegebiet, das etwa so groß wie Frankreich ist, sollen immer wieder Schiffe, Flugzeuge und Menschen verschwunden sein - ohne jede Spur.

  • Erklärungen beziehungsweise Erklärungsversuche gibt es viele. Möglicherweise sind tropische Stürme oder Monsterwellen für die Unglücke verantwortlich. Eine andere Vermutung: Blasen aus Methangas, die vom Meeresboden aufsteigen und Schiffe zum Sinken bringen.

  • Fehlende Spuren: Aufgrund der schnellen Strömung im Atlantik können im Bermuda Dreieck Wrackteile innerhalb kurzer Zeit weit abtreiben. Später sinken sie auf den Meeresgrund und können von Treibsand bedeckt werden.

  • Krasser Bermuda Dreieck Mythos: Einige Verschwörungstheoretiker behaupten, dass sich unter dem Teufelsdreieck eine gigantische kristalline Pyramide befindet. Andere sprechen von einer ganzen Stadt.

Teufelsdreieck: Die skurrilsten Geschichten

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    In der Literatur liest man allerhand Bermuda Dreieck Mythen: Hier ist unter anderem von Geisterschiffen die Rede, die verlassen umhertreiben, während die Mannschaft verschollen ist.

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    Auch Energiefelder der versunkenen Stadt Atlantis gehören zu den gängigen Theorien um das Bermuda Dreieck.

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    Steven Spielberg setzte dem Ganzen die Krone auf. In seinem Film "Verschollen im Bermuda Dreieck" machte er Aliens für das Verschwinden der Flugzeuge von Flug 19 verantwortlich.

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    Riesenkraken sind für bekennende Verschwörungstheoretiker und Fantasy-Nerds ebenfalls denkbar.

Was geht im Bermuda Dreieck vor sich?

Die genauen Ursachen, die die Flugzeug- und Schiffsunglücke im Teufelsdreieck erklären, sind bislang unbekannt. Auf die Frage, warum die Maschinen einfach so verschwinden, haben Geologen lediglich Vermutungen:

Methangas

Einige Forscher erklären merkwürdige Vorgänge, wie das Verschwinden von Flug 19, anhand von riesigen Unterwasser-Kratern mit Methaneis.

Bei Erwärmung oder Erschütterungen, etwa durch ein Seebeben, entweicht ihrer Meinung nach dort Methangas. Steigen die Gasblasen an die Meeresoberfläche, verändert sich die Wasserdichte. Dadurch könnten Schiffe sinken.

Steigt das Methangas in die Luft, könnte es sich auch am heißen Flugzeugmotor entzünden. Die Folge: Die Maschine explodiert und stürzt ab.

Weißes Wasser

In der Literatur berichten angebliche Zeugen außerdem von "weißem Wasser", das dem Schiffs- und Flugverkehr die Orientierung genommen haben könnte.

Wissenschaftler vermuten dahinter eine vulkanische Aktivität am Meeresboden. Infolgedessen soll aus den Spalten Schwefel aufsteigen und an der Wasseroberfläche den weißen Effekt erzeugen.

Infraschall

Eine andere Theorie besagt, dass Infraschall (Schallfrequenz unter 16 Hz) die Ursache für das Verschwinden ist. Stürme und Unwetter auf hoher See sollen ihn erzeugt haben.

Infraschall ist für Menschen kaum hörbar. Trotzdem wird er wahrgenommen und kann Angstzustände auslösen. Dies könnte zu Panik und irrationalen Handlungen der Besatzung geführt haben.

Monsterwellen

Auch riesige Monsterwellen ("rogue waves") kommen als Erklärung in Betracht. Sie bilden sich aus mehreren Wellen unterschiedlicher Größe und können bis zu 40 Meter hoch werden.

So entstehen Monsterwellen

Geheimnis der Monsterwellen ist gelüftet

So entstehen Monsterwellen

Am Bermuda Dreieck sollen Monsterwellen den Schiffen zum Verhängnis geworden sein. Forscher untersuchen deshalb seit Jahren, wie sich besonders hohe Wellen bilden können. Mehr dazu im Clip.

Ist das Bermuda Dreieck das gefährlichste Gewässer der Welt?

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    Durch das Bermuda Dreieck führen einige der weltweit am stärksten befahrenen Schiffsrouten. Starke Stürme, auch Hurrikanes, sind keine Seltenheit.

  • Einer Studie der Allianz zufolge zählt das Bermuda Dreieck jedoch nicht zu den gefährlichsten Seegebieten weltweit. Trotz des Wetters ereignen sich dort nur wenige Katastrophen.

  • Die meisten Unglücke geschehen in den Gewässern um Südchina, Indochina, Indonesien und die Philippinen. Hier kam es zwischen 2007 und 2017 zu 249 Schiffsverlusten.

Wie entstand der Mythos um das Bermuda Dreieck?

Als Geburtsstunde des Bermuda Mythos gilt ein Vorfall, der sich am 5. Dezember 1945 ereignete: 5 US-Bomber starteten von Fort Lauderdale aus zu einem Trainingsflug - auch unter dem Namen Flug 19 bekannt. Sie kehrten nicht mehr zurück.

Das später gestartete Suchflugzeug verschwand ebenfalls spurlos. Bei der erneuten, tagelangen Suchaktion stieß man lediglich auf eine große Öllache im Meer.

Verschwundene Schiffe und Flugzeuge

Besonders viel Aufmerksamkeit erlangte das Seegebiet jedoch durch den 1977 erschienen Bestseller "The Bermuda Triangle".

Der Autor Charles Berlitz listet hier eine ganze Reihe von Flugzeug- und Schiffskatastrophen auf, die sich angeblich im Gebiet des Teufeldreiecks zugetragen haben sollen. Andere Autoren griffen die Idee auf und der Mythos um das Bermuda Dreieck wurde immer populärer.

Gut zu wissen: Nur 2 der Flugzeuge, die dem Bermuda Dreieck zum Opfer gefallen sein sollen, sind auch sicher dort verunglückt.

Die wahren Bermuda Dreiecke

Die "wahren Bermuda-Dreiecke": An diesen Orten auf der Welt passierten die meisten Schiffsunglücke.

Bermuda Dreieck: Neue Insel aufgetaucht

Entdeckt wurde sie von Strand-Besuchern: Rund 400 Meter vor dem Cape Hatteras in North Carolina hat sich im April 2020 eine etwa 30 Meter lange Sandbank gebildet. Die könnte sich zu einer Insel "auswachsen", wenn sie Stürmen und Wellen standhält.

2016 tauchte in derselben Gegend schon mal eine Insel auf, circa einen Kilometer lang und 45 Meter breit. Die Anwohner tauften sie "Shelly Island" - wegen der unzähligen Muscheln, die sich in ihrem Sand verbargen.

Die Insel entwickelte sich zu einem Touristen-Magneten, zog Muschel-Sucher, Angler, Abenteuer und Fotografen an. 2 Jahre später allerdings wurde das Mini-Eiland von einer Sturmflut weggespült.

Veröffentlicht: 19.11.2020 / Autor: Heike Predikant