Deutsche Studenten haben die bisher schnellste Hyperloop-Kapsel gebaut

Deutsche Studenten haben die bisher schnellste Hyperloop-Kapsel gebaut

vor 4 Wochen

Tesla-Gründer Elon Musk hat einen internationalen Wettbewerb für Studenten ins Leben gerufen. Die Aufgabe: Baut den besten und schnellsten Hochgeschwindigkeitszug. Jetzt stehen die Gewinner fest: ein Studententeam aus München. Ihnen ist es gelungen, innerhalb von fünf Monaten ein Hyperloop-Modell zu bauen, das mit 324 Stundenkilometern durch einen Tunnel rast. So etwas hat bisher noch niemand geschafft. Selbst Elon Musk ist schwer beeindruckt. 

Die Idee hinter dem Projekt ist es, ein Tunnelfahrzeug zu entwickeln, das irgendwann Personen und Waren bei einem Tempo knapp unter Schallgeschwindigkeit durch einen Vakuum-Tunnel transportiert – auf einem Magnetfeld. Dabei sollen die Passagiere weder etwas von der extrem hohen Geschwindigkeit noch von ihrer Umgebung mitbekommen.

Das Studenten-Team WARR Hyperloop der Technischen Universität München ist diesem Ziel jetzt einen Schritt näher gekommen: Sie haben den bisher schnellsten Prototyp für das Hyperloop-Projekt entwickelt und in Los Angeles durch einen 800 Meter langen Tunnel rasen lassen.

Das Modell erreichte eine unglaubliche Geschwindigkeit von 90 Metern pro Sekunde – das sind 324 Stundenkilometer. In der ersten Wettbewerbsrunde, Anfang des Jahres, hatte das schnellste Modell gerade mal ein Drittel dieser Geschwindigkeit erreicht.

Mit dieser neuen Höchstgeschwindigkeit stachen die Münchner ihre Konkurrenten von anderen Unis gnadenlos aus und stellten einen neuen Weltrekord für Röhrenfahrzeuge auf. Nicht einmal professionelle Hyperloop-Firmen haben je ein solch schnelles Modell entwickelt. So erreichte beispielsweise das Modell „Hyperloop One“ im letzten Jahr eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.

Die Kapsel der Münchner Studenten ist 2,4 Meter lang und 40 Zentimeter breit und hoch – also ein Miniatur-Modell. Ein Mensch würde da noch nicht rein passen. Nachdem die Kapsel beim Test in LA die 324 Stundenkilometer erreicht hatte, bremste sie innerhalb von 130 Metern wieder ab. Für Passagiere wäre eine solch abrupte Bremsung ziemlich unangenehm und wahrscheinlich auch gefährlich. Das Ganze muss also noch perfektioniert werden und es wird noch einige Zeit dauern, bis ein Hyperloop-Fahrzeug tatsächlich durch unsere Tunnel rast. Dazu kommt, dass das bis jetzt erreichte Tempo noch verdreifacht werden müsste, um tatsächlich an Schallgeschwindigkeit heranzukommen.

Auf seinem Instagram-Kanal hat Musk das Video des Rekord-Testlaufs veröffentlicht. Aber seid gewarnt: Der Clip könnte Schwindel verursachen:

Hyperloop WARR pod run to 201 mph (324 km/h) in 0.8 mile near vacuum tube

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Die große Vision: Einmal quer durch Deutschland mit der Bahn. Mit 1.200 km/h dank des Hyperloops. So soll man zum Beispiel in nur 30 Minuten von München nach Berlin fahren. Wer wissen möchte, wie das mit der Schallgeschwindigkeit funktionieren kann, sollte sich dieses Video nicht entgehen lassen:

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