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Elastisches Wunder: Forscher bauen flüssigen Spinnenfaden nach

vor 1 Monat

Was wir nicht alles schon von Tieren gelernt haben: Von Vögeln haben wir uns das Fliegen abgeschaut und von Fröschen die Schwimmflossen. Nun haben Forscher ein synthetisches Material entwickelt, das Spinnenfäden imitiert.

Ein Forscherteam um den Zoologen Fritz Vollrath von der „University of Oxford“ hat eine wunderbare Eigenschaft des Spinnennetzes für den Menschen nutzbar gemacht: Spinnenfäden hängen nicht durch. Egal, wie stark man das Netz dehnt, immer bleibt es gespannt. Dafür sind winzige Tröpfchen aus Kleber auf den Seidenfäden verantwortlich. Denn diese Tröpfchen spulen überschüssige Fadenreste einfach in ihrem Inneren auf. Und so bleiben die Fäden stets straff.

Die Forscher bauten die Fäden mit Kunststoff und Öl nach

Besonders wichtig ist es dabei, die Dehnbarkeit des Fadens und die Oberflächenspannung der Klebertröpfchen richtig anzugleichen. Das schafften die Forscher mit einem Kunststofffaden und einem Öltröpfchen. Hier könnt ihr euch den kleinen Wunderfaden ansehen:

Die Forscher behaupten, es spiele keine Rolle, welche Materialien man einsetzt. Das Ganze beschränkt sich also nicht nur auf die Kunststoff-Öl-Kombination. Und gerade das eröffnet viele Möglichkeiten: Das Ganze könnte zum Beispiel in der Mikromechanik zum Einsatz kommen. Und damit könnte man die Dehneigenschaften winziger Strukturen verbessern.

In der Bionik werden Phänomene der Natur auf die Technik übertragen. Auch bei den Prothesen, die wir im Video vorstellen, dient die Natur als Vorbild. Sie soll aus amputierten Sportlern leistungsfähige Extremsportler machen. Doch wie gut funktionieren die Superprothesen wirklich?

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