So ungesund sind die 4 häufigsten Berufe in Deutschland
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So ungesund sind die 4 häufigsten Berufe in Deutschland

vor 2 Monaten

Vor kurzem haben wir euch in einem Artikel die vier gefährlichsten Berufe vorgestellt. Und auf Facebook wurde sich beschwert: Man solle doch mal lieber die Jobs betrachten, die wirklich viele Leute ausüben. Machen wir! Heute sehen wir uns die vier häufigsten Berufsgruppen in Deutschland an. Und beantworten die Frage: Wie ungesund sind die eigentlich?

Friseur

Der Job eines Friseurs wird häufig unterschätzt. Doch die vielen Chemikalien, mit denen der Friseur beim Färben und Tönen von Haaren in Berührung kommt, sind wirklich schädlich. Das führt zum Teil sogar zur Berufsunfähigkeit, weil die Haut unter den Chemikalien und der Nässe beim Haarewaschen leidet. Dadurch können Allergien und Hautbeschwerden hervorgerufen werden und auch die Atemwege werden durch die vielen Giftstoffe gereizt.

Hinzu kommt die ungesunde Körperhaltung, die Friseure jeden Tag einnehmen. In einer Studie konnten Wissenschaftler beobachten, wie die Friseure beim Waschen und Schneiden ihren Oberkörper stark nach vorn neigten. Dies verursacht einen Rundrücken, häufig kombiniert mit einem sogenannten „Schildkrötennacken“. Dabei verschiebt sich die Halswirbelsäule nach vorn. Das Anheben der Arme über die Schulterhöhe verursacht zusätzliche Haltungsschäden. Aufgrund dieser schlechten Körperhaltung werden Friseure häufig wegen Rücken- oder Hand- bzw. Armschmerzen krankgeschrieben.

Krankenpfleger

Beim Krankenpfleger sind es vor allem die wechselnden Schichtzeiten, die sich negativ auf seine Gesundheit auswirken. Das Arbeiten zu – für den Menschen untypischen – Nachtzeiten bringt die innere Uhr des Körpers aus dem Gleichgewicht. Häufig sind Schlafstörungen die Folge. Und wer schlecht schläft und unausgeruht ist, hat ein schlechteres Immunsystem, wird also öfter krank. Magenbeschwerden, innere Unruhe bis hin zu psychischen Störungen sind bei vielen Pflegetätigkeiten eine häufige Folge des stressigen Berufs. Schichtarbeiter altern durch diese Strapazen schneller als andere Berufsgruppen, die keinem Schichtdienst ausgesetzt sind.

KFZ-Mechatroniker

Kurz gesagt: KFZ-Mechatroniker verletzen sich gerne. Zum Beispiel die Hand, bei Schlägen zum Lösen festsitzender Muttern. Zusätzlich ist auch der Rücken der KFZ-Mechatroniker häufig in Mitleidenschaft gezogen. Bei ihrer Arbeit an Autoreifen oder unter der Hebebühne müssen sie immer wieder ungünstige Körperhaltungen einnehmen, die sich auf Dauer negativ auf ihre anatomische Haltung auswirken. Wichtig ist daher Ausgleichssport, der die Rückenmuskulatur kräftigt.

Bürokaufmann / -frau

Der Beruf des Bürokaufmanns bzw. der -frau klingt im ersten Moment ziemlich bequem. Schließlich sitzt man den ganzen Tag in seinem gepolsterten Bürostuhl. Aber genau hier liegt das Problem. Das stundenlange Sitzen am Stück ist nachweislich schädlich für den Rücken. Die vorgebeugte Haltung fördert eine dauerhafte Veränderung der Anatomie des Rückens und kann daher Schäden an der Wirbelsäule verursachen. Verspannungen im Nacken führen auch häufig zu Kopfschmerzen oder Schwindel. Wichtig bei einem Bürojob ist es daher, zwischendurch immer wieder aufzustehen und kurze Übungen zur Lockerung der Schulter- und Nackenmuskulatur zu machen. Generelles Krafttraining für den Rücken eignet sich ebenfalls, um Rückenschäden vorzubeugen.

Wie gefährlich der Beruf des Polizisten ist und was ihr sonst noch über diesen Job wissen solltet, erfahrt ihr hier:

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