via flickr / Thomas Quine

Bizarre Menschenopfer unter einem Schloss aus dem 5. Jahrhundert entdeckt

vor 2 Wochen

Hunderte Jahre lang wurden in Südkorea Legenden von Menschenopfern überliefert. Jetzt fand man erstmals den Beweis für die grausamen Rituale: Zwei Skelette, begraben unter den Mauern eines frühmittelalterlichen Schlosses.

Der überraschende Fund wurde im „Mondschloss“ im südkoreanischen Gyeongju gemacht. Genauer gesagt: Unter dem Schloss. Denn die zwei entdeckten Skelette waren rund 1500 Jahre lang unter den Mauern des imposanten Gebäudes begraben. Erst jetzt wurde ihre ungewöhnliche Ruhestätte entdeckt und freigelegt:

Untersuchungen ergaben, dass die beiden ohne Widerstand begraben wurden. Sie waren zu diesem Zeitpunkt also entweder bereits tot oder bewusstlos. Menschen lebendig zu begraben war im antiken Korea übrigens gar nicht so ungewöhnlich. Starb ein großer König, wurde er zusammen mit lebendigen Dienern begraben. Der Sinn dahinter war, dass die Opfer dieses Rituals ihrem König im Jenseits dienen konnten.

Auch das Grab der beiden entdeckten Skelette scheint zielsicher gewählt worden zu sein. Seit Jahrhunderten halten sich in Südkorea Geschichten um Menschenopfer, egal ob lebendig oder tot. Doch bisher waren sie wenig mehr als Legenden. Das macht den Fund umso wertvoller: „Es ist der erste archäologische Beweis dafür, dass die volkstümlichen Geschichten über Menschen, die für den Bau von Gebäuden, Dämmen oder Mauern geopfert wurden, echte Begebenheiten waren“, so Choi Moon-Jung. Sie ist die Sprecherin des Gyeongju National Research Institute of Cultural Heritage.

Die Seelen der unter den Bauwerken begrabenen Menschen sollten den Gebäuden Glück und Standfestigkeit bringen. Mit den beiden Leichen unter den Schlossmauern sollte das Mondschloss die Jahrhunderte überdauern.

Zeit für ein paar schöne geschichtliche Fakten: Wir machen mit euch eine Zeitreise in die verrücktesten Episoden der Weltgeschichte. Dabei erklären wir euch, wieso in Deutschland lange Zeit Haustiere vor den Richter kamen und ob die gefürchtetste Armee der Antike wirklich schwul war:

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