Heilung durch eine kurze Berührung: Dieser Chip könnte ein medizinischer Durchbruch sein
YouTube / OSU Wexner Medical Center

Heilung durch eine kurze Berührung: Dieser Chip könnte ein medizinischer Durchbruch sein

vor 2 Wochen

Ein Chip, so groß wie ein Fingernagel, soll in Zukunft Leben retten. Eine passendere Situation für das Sprichwort „Klein aber Oho“ könnte es kaum geben. Durch kurzes Auflegen auf die Haut sollen innere Organe und sogar das Gehirn geheilt werden können.

Ein Team aus Wissenschaftlern der Ohio State University hat womöglich einen richtigen Game-Changer der Medizin entwickelt. Die neue Erfindung trägt den Namen Tissue Nanotransfection (THT). Das ist ein winziger Chip, der beschädigte Haut, Nerven, Organe und sogar das Gehirn heilen können soll. Und das, indem man ihn einfach nur für eine Sekunde auf die Haut legt. Diese Erfindung wurde in der Forschungszeitschrift Nature Nanotechnology veröffentlicht.

Und so funktioniert’s:

Das kleine Plättchen enthält einen speziellen genetischen Code in Form von DNA. Diese DNA wird durch feine Elektro-Impulse in die darunter liegenden Hautzellen übertragen. Aus diesen Hautzellen sollen dann völlig neue Zellen entstehen – den Aufbau und die Funktion dieser Zellen können die Forscher nach Belieben bestimmen.

In diesem Video seht ihr, wie eine Anwendung beim Menschen aussehen könnte:

An Menschen wurde der Chip bisher noch nicht getestet – bei Kleintieren soll er allerdings in 98 Prozent der Tests erfolgreich gewesen sein.
Das Bein einer Maus, dessen Durchblutung unterbrochen war, konnte gerettet werden. Nach einer Woche waren die Blutgefäße wieder vollständig hergestellt – nach zwei Wochen war das Beinchen vollständig geheilt.

Momentan warten die Forscher noch auf die Erlaubnis der US-Behörden, damit sie den Chip nächstes Jahr am Menschen testen können. Falls alles klappt, soll der Chip dann irgendwann von jedem Arzt angewendet werden können.

In Zukunft sollen durch diese Technologie sogar Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson bekämpft werden können, indem auf der Haut gesunde Hirnzellen gezüchtet und dann anschließend ins Gehirn eingeschleust werden.

„Mit unserer Nanochip-Technologie können verletzte oder beeinträchtigte Organe ersetzt werden. Wir konnten zeigen, dass unsere Haut ein fruchtbares Land ist, auf dem wir die Bestandteile von jedem Organ züchten können, dessen Funktion abnimmt.“

– Chandan Sen, Zentrum für Regenerative Medizin, Ohio State University

Der Chip dringt also nicht in den Körper ein und hat trotzdem Auswirkungen auf das Innere – durch eine einzige Berührung.

Mit Nanotechnologie hat sich auch Tesla-Chef Elon Musk bereits beschäftigt. Er will das menschliche Gehirn optimieren. Mit der „Neuralink“-Technologie sollen Nanobots ins Gehirn wandern und es zu einer Art Computer machen. Damit könnten wir uns telepathisch mit dem Internet oder anderen Menschen vernetzen. Mehr dazu seht ihr im Video:

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