Selfie-Star, Stadtschreier, Beziehungsbastler oder Schaufensterbummler - welcher Facebook-Typ bist du?
Nate Edwards/BYU Photo

Mach den Test: Welcher Facebook-Typ bist du?

vor 1 Monat

Drei Wissenschaftler der Brigham Young University (BYU) in Utah erforschten, was die häufigsten Gründe dafür sind, Facebook zu benutzen. Im Verlauf der Studie wurde klar, dass sich die User durch ihr Verhalten in vier Kategorien einteilen lassen. Findest du dich in einer dieser Gruppen wieder?

Täglich benutzen zwischen 890 Millionen und 1,3 Milliarden Menschen Facebook. Der Durchschnitts-User treibt sich täglich circa 35 Minuten auf der Plattform herum – das sind 213 Stunden im Jahr. Das zeigt schon, wie wichtig Facebook mittlerweile für die meisten Internetnutzer ist. Erst kürzlich wurde bekannt, dass man über die Profile sogar herausfinden kann, wie viel Alkohol und Drogen jemand konsumiert. Mit bestimmten Tools können ganz genaue Persönlichkeitsprofile erstellt werden.

Aber wieso verbringen wir überhaupt so viel Zeit auf der Seite? Und wieso geben wir über Social Media so bereitwillig Einblicke in intimste Bereiche unseres Lebens? Das sind genau die Fragen, die das Team rund um den Kommunikationsprofessor Tom Robinson beschäftigen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, entwickelten die Forscher einen ausführlichen Fragenkatalog für Facebook-User, der 48 Aussagen über die Facebook-Nutzung abklapperte. Anschließend ordneten Probanden die Punkte auf einer Skala von „am meisten wie ich“ zu „so gar nicht wie ich“ an.

Als sie die Ergebnisse analysierten, wurde den Forschern klar: Die User können aufgrund ihres Verhaltens in genau vier Kategorien eingeteilt werden. Dabei geht es nicht darum, dass man nur die Eigenschaften der einen Gruppe hat. Die sind nur am stärksten ausgeprägt. Zu kleineren Anteilen kann man sich auch in den anderen Kategorien erkennen – aber in eine passt man eben am besten. Das sind die vier Facebook-Typen und ihre Eigenheiten:

Die vier Facebook-Typen
Der Selfie-Star (oben links), der Beziehungsbastler (oben rechts), der Schaufensterbummler (unten links) und der Stadtausrufer (unten rechts) – zu welcher Kategorie gehörst du?
© Nate Edwards/BYU Photo

1. Der Selfie-Star

Wir alle kennen sie: Die Facebook-Freunde, die ständig Fotos hochladen, ihre Leben durch Live-Streams in die Welt hinaustragen und generell so ziemlich alle Funktionen der Internet-Plattform nutzen, die es nur so gibt. Für sie zählt vor allem eine Maßeinheit: Likes. Sie nutzen Facebook, um der Welt ein bestimmtes (manchmal realitätsfernes) Image von sich zu präsentieren. Je mehr Likes sie bekommen, desto eher fühlen sie sich in ihrem Lebensstil bestätigt. Du erkennt dich wieder? Glückwunsch, dann bist auch du ein Selfie-Star.

2. Der Stadtschreier

Genau wie die Selfie-Stars scheuen Stadtschreier nicht davor zurück, deine gesamte Timeline mit ihren Posts zu bestimmen. Der Unterschied: Sie posten fast nie etwas über sich selbst. Für sie ist es viel wichtiger, all ihre Facebook-Freunde zu informieren, erziehen und zu warnen. Sie kündigen Events an, teilen Artikel, teilen Videos, teilen Fotos und teilen so ziemlich alles, was sie für alle anderen im Netz für wissenswert erachten – das eigene Profil ausgenommen. Was ihr Privatleben angeht, halten sie Freunde und Familienmitglieder lieber außerhalb des Internets auf dem Laufenden.

3. Der Beziehungsbastler

Beziehungsbastler wollen durch soziale Netzwerke mit alten Freunden und der Familie in Kontakt bleiben und neue Freundschaften aufbauen. Dazu veröffentlichen sie via Facebook selbst Beiträge und antworten auf die Posts von Bekannten. „Sie benutzen es als Erweiterung ihres echten Lebens, mit ihrer Familie und ihren echten Freunden“, so der leitende Forscher Robinson. Im Test identifizierten sie sich vor allem mit Aussagen wie „Facebook hilft mir dabei, meine Liebe für meine Familie auszudrücken und lässt meine Familie ihre Liebe zu mir ausdrücken.“

4. Der Schaufensterbummler

Dieses Grüppchen von Facebook-Nutzern fühlt sich irgendwie gezwungen, die Plattform zu nutzen. Schließlich tut das auch jeder andere. Persönliche Informationen teilen sie allerdings fast nie mit ihren virtuellen Freunden. Stattdessen beobachten sie lieber die Leben anderer und saugen neugierig alles auf, was andere von sich preisgeben. Aber mal ehrlich: Wer sieht sich nicht gerne das Profil von jemandem an, den man einige Tage oder Nächte zuvor kennengelernt hat? Die Schaufensterbummler identifizieren sich bei der Frage nach dem Grund für ihre Facebook-Benutzung vor allem mit Sätzen wie „Ich kann mir das Facebook-Profil meines Schwarms ansehen und seine/ihre Interessen und den Beziehungsstatus sehen.“ Wer neue Bekanntschaften ganz gerne per Social Media stalkt, ist in dieser Gruppe also gut aufgehoben.

Auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. geben wir viel von uns Preis. 2013 hat Facebook eine Suchfunktion namens „Graph Search“ veröffentlicht, die alle Informationen über einen Nutzer zusammenfasst. Seit 2014 war sie nicht mehr für jeden zugänglich – bis jetzt. Ein Hacker hat sie nun für alle Facebook-Nutzer erneut öffentlich gemacht:

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