Unsere Nachkommen werden alle auf einem Superkontinent namens Amasien leben
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Unsere Nachkommen werden alle auf einem Superkontinent namens Amasien leben

vor 1 Woche

Zahlreiche Wissenschaftler haben es berechnet und alle kommen zum selben Ergebnis: Irgendwann wird auf unserer Erde ein neuer Superkontinent entstehen. Und er hat bereits einen Namen: Amasien.

In circa 100 Millionen Jahren soll es den neuen Superkontinent geben. Zu diesem Schluss sind verschiedene Forschungsgruppen gekommen, die mithilfe von leistungsstarken Computerprogrammen die Bewegungen unserer Erdplatten hochgerechnet haben – darunter Ross Mitchell von der Yale University, der südafrikanische Geologe Chris Hartnady und der Meeresforscher Masaki Yoshida von der japanischen Agentur für Meeresforschung in Yokosuka.

Der letzte Superkontinent der Weltgeschichte war Pangaea – bevor er vor 200 Millionen Jahren in unsere heutigen sieben Kontinente auseinander brach.

So wird Amasien laut Forschern aussehen

Wissenschaftler sagen voraus, dass in Zukunft alle Kontinente wieder zu einem großen zusammenwachsen werden. Zuerst verschwindet die komplette Karibik, dann wandert Südamerika in Richtung Nordamerika. Anschließend schiebt sich Amerika über dem Nordpol mit Asien zusammen – daher auch der Name „Amasien“ (Amerika und Asien).

Das Nordpolarmeer soll komplett verschwinden. Afrika und Australien wandern dann ebenfalls in Richtung Norden und dort wäre dann Alaska mit Sibirien verbunden. So bilden alle Kontinente – bis auf die Antarktis – gemeinsam den neuen Megakontinent. In rund 250 Millionen Jahren soll es auf unserer Erde dann nur noch zwei Kontinente geben: Amasien und Antarktika.


So soll Amasien aussehen.
© Yale University / Eric Gershon

Circa 100 Millionen Jahre soll es dauern, bis es tatsächlich zur Entstehung von Amasien kommen könnte.

So bewegen sich unsere Kontinente

Wir leben alle auf Platten – sogenannte Kontinentalplatten. Diese Platten liegen auf dem oberen Erdmantel und wandern dort ganz langsam umher. Das nennt man Plattentektonik. Es steht also auf jeden Fall fest, dass unsere Erde in mehreren Millionen Jahren anders aussehen wird als heute.

Wenn sich zwei Platten voneinander entfernen, dringt genau an der Stelle zwischen ihnen heißes, geschmolzenes Gestein aus tieferen Erdschichten an die Oberfläche. Dort kühlt es dann ab und verfestigt sich. Dadurch werden die Platten noch weiter auseinandergedrückt und es entstehen Erdbeben.

Da unser Planet aber nicht wachsen kann, muss in anderen Regionen Gestein in der Erde auch wieder verschwinden. Das passiert dort, wo zwei Erdplatten aufeinander zu driften und kollidieren. Bei diesem Prozess wird eine Platte unter die andere geschoben. Ihr Gestein wird in die tiefere Region gedrückt und dort wieder in flüssige Lava umgewandelt. Die Erdplatten verhaken sich und es kommt ebenfalls zu heftigen Erdbeben. Erdbebengebiete liegen also immer dort, wo Erdplatten aufeinander treffen.

Erdplatten können sich auch seitlich aneinander vorbei bewegen. Auch hier kommt es zu Erdbeben. Ein Beispiel ist der San-Andreas-Graben in Kalifornien.

Die Erkenntnis, dass die Erdplatten immer in Bewegung sind, ist noch gar nicht so alt: Vor rund 100 Jahren konnte man sich das nur schwer vorstellen. Damals dachte man noch, dass die Erdkruste um einiges stabiler wäre als sie tatsächlich ist.

Wie ihr bestimmt wisst, soll Kolumbus mit Amerika mal eben einen neuen Kontinent entdeckt haben – alles wegen einer Verkettung von Fehlern. Wir erklären euch, was damals wohl wirklich passiert ist:

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