Greenpeace UK

Du kennst den „Panda des Meeres“ zwar nicht, aber nächstes Jahr wird es ihn wahrscheinlich nicht mehr geben

vor 2 Wochen

Der „Panda des Meeres“ ist einer der süßesten Wasserbewohner. Dennoch kennt ihn hier fast niemand. Das liegt daran, dass es nur noch ganz wenige gibt. Der Mini-Wal braucht dringend Hilfe – sonst wird er nächstes Jahr aussterben. 

Der „Panda des Meeres“ trägt viele Namen: Vaquita, Golftümmler oder Kalifornischer Schweinswal. Er ist eine kleine Walart und lebt im Golf von Kalifornien. Das Meerestier wurde erst 1958 entdeckt. Die schwarzen Ringe um seine Augen und die schwarzen Lippen erinnern so stark an einen Panda, dass ihm sein Aussehen den Spitznamen „Panda des Meeres“ einbrachte. So sieht er aus:

Greenpeace-Modell eines Vaquitas
So sehen die „Pandas des Meeres“ aus
© Greenpeace UK

Im Vergleich mit anderen Walen ist besonders seine Größe auffallend. Die Weiblichen erreichen eine Länge von rund 1,40 Metern und die Männchen werden circa 1,35 Meter lang. Das macht den Vaquita zu einem der kleinsten Wale der Welt.

Leider hat der kleine Meeresbewohner ein ganz großes Problem: Vor wenigen Jahren gab es noch viele von ihm – doch jetzt sind nur noch 30 Stück übrig, vielleicht sogar weniger. Innerhalb der letzten sechs Jahre nahm der Bestand um 90 Prozent ab:

Das macht den süßen Mini-Wal zum seltensten Meeressäugetier der Welt. „Wenn wir nichts dagegen tun, könnte der Vaquita schon 2018 aussterben“, so Maria Jose Villanueva. Sie ist Direktorin von WWF Mexiko und macht sich große Sorgen um den gefährdeten Wal. „Ihn zu verlieren wäre, als würde man ein Stück von Mexiko verlieren.“, erklärt sie.

Der Hauptgrund für den schnellen Rückgang der Population des „Meerespandas“ sind die weitläufigen Fischernetze, die im Golf von Kalifornien ausgelegt werden. Die gefangenen Vaquitas sind für die Fischer Kollateralschaden. Die sind an nur einem ganz bestimmten Fisch interessiert, dem Totoaba. Dessen Schwimmblase gilt in Asien nämlich als Delikatesse und ist deshalb sehr wertvoll. Doch den Fischern geht nicht nur dieser Fang ins Netz, sondern auch die letzten noch lebenden „Pandas des Meeres“.

Die Situation ist akut. Es muss dringend eine Veränderung her, wenn der Vaquita nicht aussterben soll. Deshalb arbeiten die mexikanische Regierung, mehrere NGOs und die mexikanische Bevölkerung zusammen an einer Lösung. Vor drei Tagen veröffentliche WWF einen Lösungsansatz, der sich auch an die USA und China richtet. Bleibt nur zu hoffen, dass man damit erfolgreich ist und man den „Panda des Meeres“ noch lange bewundern kann.

Wale sind uns Menschen ähnlicher als gedacht. Sie haben sogar Menopausen und können ganz schön verspielt sein. Alles, was du noch nicht über Schwertwale & Co. weißt, gibt es hier:

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